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Platzmangel in Frauenhäusern
Viele Frauen, die mit ihren Kindern Schutz in Frauenhäusern suchten, mussten im vergangenen Jahr abgewiesen werden. Foto: Viele Frauen, die mit ihren Kindern Schutz in Frauenhäusern suchten, mussten im vergangenen Jahr abgewiesen werden. dpa
Koordinierungsstelle beklagt zu geringe Kapazitäten für Gewaltopfer

Platzmangel in Frauenhäusern

Viele Frauen, die im Südwesten von häuslicher Gewalt betroffen sind, müssen wegen Platzmangels in Frauenhäusern abgewiesen werden.

05.09.2016
  • MAREN BREITLING, DPA

Stuttgart. Die Frauenhäuser im Südwesten sind überfüllt – in Ferienzeiten ist es aus Sicht von Experten besonders schlimm. „Wir haben immer Platzprobleme“, sagte die Sprecherin der Koordinierungsstelle der Autonomen Frauenhäuser Baden-Württemberg, Sylvia Haller, in Heidelberg. Vor allem in der Urlaubszeit würden viele Frauen, die von Gewalt bedroht sind, mit ihren Kindern versuchen zu fliehen. In den Sommerferien sei der Umzug mit Kindern leichter, da die schmerzhafte Entwurzelung etwas geringer sei. Weihnachten dagegen sei eine schwierige Zeit in Familien, da es viele Erwartungen und daher ein hohes Stresspotenzial gäbe.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hatte im Frühjahr 2016 eine Bestandsaufnahme zu den Frauenhäusern in Auftrag gegeben. Demnach antworteten 97 Prozent der befragten Einrichtungen auf die Frage, ob sie alle bedrohten Frauen aufnehmen konnten, mit „Nein“. Es gäbe „Zeiten geringer und Zeiten von hoher Auslastung, bisweilen sogar Überfüllung“. Daher sei die Planung der Plätze schwierig, hieß es unter anderem.

Die Überfüllung zeigte sich auch im Fall des Heidelberger Frauenhauses: 2015 mussten 135 Frauen mit 155 Kindern abgewiesen werden. Dagegen konnten nur fünfzig Frauen aufgenommen werden, die 58 Kinder mit in das Haus brachten.

„Es gibt vermehrt Anfragen aus Flüchtlingsunterkünften, entweder direkt von betroffenen Frauen oder von Mitarbeitern“, erzählte Haller. Kämen Flüchtlings-Frauen in die Frauenhäuser, bedeute das durch die Bürokratie mehr Aufwand für die Mitarbeiter. „Eine Lockerung der Residenzpflicht der Flüchtlinge und eine stabile Finanzierung wären eine Erleichterung“.

Grundsätzlich sei die Finanzierung durch die Kommunen ein Problem: Haben die Frauen Haller zufolge einen finanziellen Anspruch beim Jobcenter, sei das am einfachsten. Bei allen Fällen darüber hinaus sei es unsicher und kompliziert, für Unterstützung zu sorgen. „Eine landesweit einheitliche Finanzierung wäre ideal“, sagte Haller.

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05.09.2016, 06:00 Uhr
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