Kriminalität

Plattform für Kinderpornos abgeschaltet

Fast 90.000 Nutzer tauschten im Darknet Material aus, auf dem übelster Missbrauch gezeigt wird.

07.07.2017

Von DPA

Frankfurt/Main. Ermittler haben eine Kinderporno-Plattform mit mehr als 87.000 Mitgliedern abgeschaltet. Mehrere mutmaßliche Verantwortliche und Mitglieder seien nach wochenlangen Ermittlungen festgenommen worden, vor allem in Deutschland und Österreich, teilte die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft gestern mit. Die Plattform im so genannten Darknet trug den Namen „Elysium“.

Seit Ende vergangenen Jahres sei dort weltweit Kinderpornografie ausgetauscht worden, hieß es. Zudem diente die Plattform der Verabredung zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Zu dem Bild- und Videomaterial, das die Mitglieder austauschten, gehörten den Behörden zufolge auch Aufnahmen von schwerstem sexuellen Missbrauch von Kindern. Auch Kleinstkinder seien unter den Opfern. Außerdem habe es Darstellungen sexueller Gewalthandlungen an Kindern gegeben.

Als mutmaßlicher Betreiber wurde ein 39-Jähriger aus dem hessischen Landkreis Limburg-Weilburg festgenommen. Er soll als Administrator der Plattform maßgeblich für die Bereitstellung der technischen Infrastruktur verantwortlich gewesen sein. Der Mann wurde den Behörden zufolge am 12. Juni bei einer Durchsuchung seiner Wohnung und der Beschlagnahmung des Servers der Plattform festgenommen.

Den Verdächtigen wird neben der Verbreitung von Kinderpornografie zum Teil auch schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Weitere Details wollen das BKA in Wiesbaden sowie das österreichische BKA in Wien heute bekanntgeben. dpa

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Erstellt:
7. Juli 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2017, 06:00 Uhr

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