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Rottenburg/Untermarchtal

Piusbrüder sollen Provokationen unterlassen

Die Unterstützung und Begleitung benachteiligter Jugendlicher hat der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart in seiner Sitzung am Samstag im Kloster Untermarchtal als unzureichend kritisiert. Außerdem forderte Bischof Gebhard Fürst von den Piusbrüdern eine positive Reaktion auf das Versöhnungsangebot des Papstes und die Unterlassung von Provokationen. Die Piusbrüder hatten am Samstag Priester geweiht.

28.06.2009

Der Diözesanrat warnt vor einer Verschärfung der Lage benachteiligter Jugendlicher durch die aktuelle Wirtschaftskrise. Die Verantwortlichen in der Landes- und Kommunalpolitik fordert er auf, notwendige Rahmenbedingungen zu schaffen und zu sichern. Dazu gehöre die qualitative und finanzielle Sicherung der Frühförderung, der Jugendsozialarbeit und interkulturelle Konzepte für Bildungseinrichtungen.

Von der Wirtschaft fordert die Katholikenvertretung, Möglichkeiten gestufter Ausbildungskonzepte zu prüfen und so den individuellen Entwicklungsgeschwindigkeiten und Potenzialen der jungen Menschen gerecht zu werden.

Auch die kirchlichen Arbeitgeber seien gefordert, mehr als bisher Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche bereit zu stellen und zu prüfen, ob nicht über den eigenen Bedarf hinaus ausgebildet werden sollte. Zudem müssten Eltern in ihrer Erziehungsarbeit unterstützt werden.

Rottenburgs Bischof Gebhard Fürst äußerte sich in einem persönlichen Statement zu den Reaktionen auf die Vorgänge um die Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft im Januar dieses Jahres und besonders auf seine öffentliche Erklärung vom 1. Februar. Von den fast 330 persönlichen Zuschriften hätten sich etwa 230 zustimmend zu seiner Position geäußert, so der Bischof in einer Pressemitteilung. Darunter seien 15 Unterschriftslisten mit 470 Einzelunterschriften gewesen. Viele Menschen hätten ihm ausdrücklich für die Offenheit und Eindeutigkeit seiner Stellungnahme gedankt und sie als Ausdruck pastoraler Verantwortung gewürdigt.

Bischof Fürst bedauerte, dass durch die einseitig zugespitzte Überschrift in der Berichterstattung einer Presseagentur der Eindruck entstanden sei, er distanziere sich von Papst Benedikt XVI. und dessen Versöhnungsgeste gegenüber den Bischöfen der Piusbruderschaft. Dies sei ein Missverständnis seiner Position. Er habe – wie viele andere Bischöfe auch – die Vorgänge im Zusammenhang mit dieser Entscheidung des Papstes kritisiert, die dieser selbst als „Panne“ bezeichnet habe.

Auch habe der Bischof in einer Presseerklärung sowie in einem Hörfunkinterview ausdrücklich die völlig unzweifelhafte Haltung des Papstes gegenüber den Juden und dessen eindeutige Ablehnung jeder Form von Antisemitismus hervorgehoben. Ebeneso stehte die Verankerung Papst Benedikts in der Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils für ihn außer Frage. Dies habe er auch bei früheren Anlässen öffentlich betont.

An die Adresse der Piusbruderschaft richtete Bischof Fürst die klare Forderung, endlich positiv auf den Versöhnungsschritt des Papstes zu antworten und weitere Provokationen zu unterlassen. Andernfalls müsse er ihnen "alle Absichten lauterer Art absprechen".

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28.06.2009, 12:00 Uhr
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