Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Stuttgart

Pius-Brüder greifen Bischof Zollitsch an

Die Pius-Bruderschaft hat den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch der Häresie bezichtigt. Damit greift die umstrittene Gruppe einen ihrer Feinde an.

28.04.2009

Die erzkonservative Pius-Bruderschaft hat dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, Häresie vorgeworfen. Zollitsch habe öffentlich eine Irrlehre verkündet, erklärte der Distriktobere der Pius-Brüder in Deutschland, Franz Schmidberger.

In einem Interview habe Zollitsch den Sühnecharakter des Leidens und Sterbens Christi geleugnet. Im Hessischen Rundfunk hatte der Freiburger Erzbischof am Karsamstag über Christus wörtlich gesagt: "Er ist nicht für die Sünden der Menschen gestorben, weil Gott ein Sündopfer, einen Sündenbock gleichsam gebraucht hätte. Er hat sich mit uns Menschen - mit unserem Leiden und unserem Tod - bis zum Letzten solidarisiert. Und er hat gezeigt, dass auch das Leiden der Menschen, jeder Schmerz, auch der Tod, von Gott angenommen sind und von Gott verwandelt werden in seinem Sohn Jesus Christus."

Für die Pius-Bruderschaft hat Zollitsch "aus dem Sühnopfer der Wiedergutmachung " ein "Solidaritätsopfer " gemacht und damit einen Glaubenssatz der Kirche geleugnet. Seine Äußerungen seien "falsch, ja häretisch ". Der Erzbischof solle die Falschaussagen öffentlich zurücknehmen, forderte Schmidberger.

Eine Sprecherin der Bischofskonferenz wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Das katholische Kirchenrecht definiert Häresie als Glaubensdelikt, das Leugnen oder Bezweifeln des kirchlichen Dogmas beinhaltet. Im Mittelalter war sie mit Ketzerei gleichgesetzt worden.

Erzbischof Zollitsch zählt zu den Kontrahenten der Pius-Bruderschaft, weil er ihr gegenüber stets eine harte Haltung vertreten hatte. Sie war in den Blickpunkt geraten, als Papst Benedikt XVI. im Januar exkommunizierte Bischöfe der Vereinigung wieder in die Kirche aufnahm, auch den Holocaust-Leugner Richard Williamson.

AP/KNA

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

28.04.2009, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Neueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular