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Pina Bauschs Werk gegen den Strich gebürstet
Ihrem Werk ist in Bonn eine große Schau gewidmet: Pina Bausch. Foto: dpa
Bonn

Pina Bauschs Werk gegen den Strich gebürstet

Kann man das Tanztheater der Pina Bausch ins Museum bringen? Ja, man kann. Die Besucher dürfen in einer Ausstellung in Bonn sogar mittanzen.

07.03.2016
  • DOROTHEA HÜLSMEIER, DPA

Bonn. Bei der 121. Frage wurde es den Tänzern langsam zu viel. "Ich frage immer nach Weihnachten", verriet die Choreographin Pina Bausch 1982 in einem Interview. "Gestern habe ich gefragt, ob jemand schon mal aus Angst in die Hose gemacht hat." Die legendäre Tanzkünstlerin begann das Einstudieren eines neuen Stücks immer damit, ihren Tänzern einen Haufen Fragen zu stellen. Kleine Sequenzen wurden dann daraus und später die berühmten collagenartigen Stücke.

Pina Bausch aber hatte immer Angst anzufangen. Diese und andere intime Einblicke in die Arbeit der 2009 gestorbenen Choreographin bekommt man in der ersten großen Ausstellung zu ihrem Werk in der Bonner Bundeskunsthalle - und in einem Begleitbuch mit Interviews, die sie seit ihren Anfängen 1973 in Wuppertal bis 2008 gab.

Buch und Ausstellung bürsten das Werk eigentlich gegen den Strich. Denn erstens war Reden "nicht so das Ding" von Pina, wie ihre Tänzer heute noch sagen. Und zweitens will eine verjüngte Compagnie mit einer neuen Führung auf der realen Wuppertaler Bühne Pinas Tanztheater davor bewahren, museumsreif zu werden.

Auch den Ausstellungsmachern war die Gratwanderung bewusst. "Wir wollten den Tanz nicht nur mit Fotos und Videos dokumentarisch darstellen, sondern auch die reale Ebene in die Ausstellung holen", sagt Bundeskunsthallen-Intendant Rein Wolfs. So ist die Ausstellung ist gleichzeitig eine Vorstellung, bei der die Besucher mitmachen dürfen. Denn das Herzstück ist ein originaler Nachbau der "Lichtburg", des Probenraums in einem alten Wuppertaler Kino, wo die Compagnie seit Ende der 70er bis heute probt. In dem Nachbau kann man etwa in einem Workshop bei Josephine Ann Endicott, Tänzerin der ersten Stunde in Wuppertal, Szenen aus dem Stück "Nelken" einstudieren.

In einem dichten Programm verwebt die Ausstellung die Dokumentation des Werkes von Pina Bausch mit Live-Performances, Workshops, "Warm-ups" und öffentlichen Proben der realen Compagnie. Zudem wird das Werk Pina Bauschs in einer Vielzahl von bisher unveröffentlichten Dokumenten, Fotos und Videos erfahrbar. Zu sehen ist etwa ihre handschriftlichen Bleistift-Aufzeichnungen und bewegende frühe Filme aus ihrer Ausbildung an der Juilliard School in New York und später als Meisterschülerin der Folkwang Hochschule.

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07.03.2016, 08:30 Uhr
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