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Debatte

Picknicken mit Kretschmann, Strobl und Co

Bei der Diskussionsrunde geht es vor allem um die Klimapolitik. Dabei trifft Ungeduld auf Erfahrung.

22.07.2019

Von LSW

Kretschmann spricht mit Fridays-for-Future-Aktivisten. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Stuttgart. „Ich heiße Winfried Kretschmann und meine Lieblingstiere wechseln“. Zurzeit sei es der Mauersegler, sagt der baden-württembergische Ministerpräsident von den Grünen. Bei bestem Sommerwetter sitzt er im Park seines Amtssitzes in Stuttgart – um ihn herum Jugendliche auf Picknickdecken. Für Landtagsdebatten eher unüblich, stellt sich am Anfang jeder mit seinem Namen und seinem Lieblingstier vor. Doch bei dem Aufeinandertreffen von Jugend und Politik am Samstag bestimmen die Jugendlichen die Regeln.

Dabei ist auch die Fridays-for-Future-Aktivistin Lucia Parbel, die gleich zu Anfang starke Kritik übt: „Bei andauerndem Missbrauch der Staatsgewalt besteht ein Notwehrrecht des Volkes“, zitiert sie einen Spruch, den sie vor Kurzem gelesen habe. Ihre Mitstreiterin Nisha Toussaint-Teachout sagt, die Klimakrise sei nur die Spitze des Eisberges. „Was darunter liegt, ist eine Generationenfrage, ist eine Gerechtigkeitsfrage.“

Zu ihrem Publikum und Diskussionspartnern gehören neben dem Hausherren Kretschmann unter anderen Innenminister Thomas Strobl (CDU), Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne), Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir (Grüne) und SPD-Fraktionschef Andreas Stoch.

Während des Programmpunkts „Mehrheit zu verschenken“ können Politiker und Jugendliche beispielsweise innerhalb von 60 Sekunden politische Anträge vortragen, über die das im Park versammelte Publikum abstimmt. Andreas Stoch schlägt die Einführung eines kostenlosen Nahverkehrs vor, Cem Özdemir fordert, dass Bundesligavereine CO2-neutral werden. Fast alle Anträge werden angenommen.

Auch bei der Klimapolitik sind Jugendliche und Politiker häufig auf einer Linie – jedenfalls was die Ziele angeht. „Dass wir jetzt mit den Fridays for Future als Grüne nicht die größten Probleme haben, das ergibt sich ja aus dem Thema“, sagt der Ministerpräsident. Unterhalb der Oberfläche habe es dennoch heftige Debatten gegeben, erklärt Kretschmann. Ungeduld treffe auf Erfahrung. dpa

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Erstellt:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2019, 06:00 Uhr

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