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Ehre für Jungforscher

Philipp Berens erhält 1,25 Millionen Euro

Für seine Computermodelle von Netzhautzellen erhält der Tübinger Bio-Informatiker Philipp Berens einen der weltweit höchstdotierten Nachwuchsförderpreise.

15.09.2015
  • uja

Tübingen. Bernstein-Preis nennt sich die Auszeichnung, die vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft vergeben wird. Sie soll helfen, die neue Forschungsdisziplin der „Computational Neuroscience“ in Deutschland zu etablieren. Mit 1,25 Millionen Euro ist der Bernstein-Preis eine der weltweit attraktivsten Auszeichnungen für Nachwuchswissenschaftler.

Der Tübinger Bioinformatiker Philipp Berens erhielt den Preis gestern auf der Bernstein-Konferenz in Heidelberg für seine Forschungen zur Aufklärung des Sehsystems. Mit dem Geld muss Berens eine eigene Arbeitsgruppe gründen. Der 1981 in Freiburg geborene Wissenschaftler arbeitet am Tübinger Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience. Dort soll auch die neue Arbeitsgruppe entstehen.

Dass ein Forscher am Bernstein-Zentrum den Bernstein-Preis erhält, ist kein Zufall. Seit 2004 fördert die Bundesregierung unter dem Namen des 1917 verstorbenen Physiologen Julius Bernstein gezielt Forschungen, in denen Funktionsmechanismen des Gehirns mit Hilfe von Computermodellen untersucht werden. Im Bernstein-Netzwerk sind mittlerweile 25 Einrichtungen verbunden, die alle mit „Computational Neuroscience“ zu tun haben. Viele der besten Forscher arbeiten mittlerweile in einem der Zentren.

Berens, der nicht nur Bioinformatik sondern in Tübingen auch Philosophie studiert hat, möchte verstehen, wie die sogenannten Bipolar-Zellen in der Netzhaut funktionieren und warum es relativ viele verschiedene Typen dieser Zellenart gibt. Die Bipolarzellen bilden eine der früheren Stationen im Sehprozess. Sie sammeln Informationen, die von den lichtempfindlichen Fotorezeptoren im Auge gesammelt werden, und leiten sie an die Ganglienzellen weiter, von wo aus sie weiter ans Gehirn übermittelt werden.

Philipp Berens erhält 1,25 Millionen Euro
Philipp Berens Bild: W. Brendel

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15.09.2015, 12:00 Uhr
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