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"Philae" sinkt in den ewigen Kälteschlaf
Kein Saft: Der kleine Mess-Roboter wird endgültig aufgegeben. Foto: afp
Kein Saft

"Philae" sinkt in den ewigen Kälteschlaf

Die Geschichte des kleinen Landeroboters auf dem Kometen "Tschuri" war ein Weltraum-Krimi. Jetzt naht der Abschied - mit einem letzten Foto?

13.02.2016
  • DPA

Köln. Das Mini-Labor "Philae" hat auf dem entfernten Kometen "Tschuri" seinen ewigen Kälteschlaf begonnen. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erklärten den Kontakt zu "Philae" jetzt für beendet. Das Team werde keine Kommandos mehr an "Philae" senden und die Chance, dass der Landeroboter welche sende, tendierten gegen Null, sagt DLR-Projektleiter Stephan Ulamec. Der Komet entfernt sich in den nächsten Jahren immer weiter von der Sonne - und wird zu kalt für die Labortechnik.

Einen Wunsch hat Paolo Ferri, der Chef des Esa-Flugbetriebs, noch: Er hätte gern ein Abschiedsbild von dem Landeroboter. Dafür müsste die Muttersonde "Rosetta", die den Kometen umkreist, rechtzeitig in die richtige "Schussposition" kommen. Im März gebe es noch genug Licht. "Wir würden gern wissen: Ist er umgekippt, ist er mit Staub bedeckt und spricht deshalb nicht mehr?", sagt Ferri. Die erste Landung auf einem Kometen am 12. November 2014 stellte einen historischen Moment dar: "Rosetta" hatte das waschmaschinengroße Labor mit einer Art Präzisionswurf über gut 22 Kilometer Richtung "Tschuri" gesandt. Nach sieben Stunden setzte "Philae" dort auf. Doch die Harpune zum Festkrallen löste nicht aus, das Labor machte es spannend: landen, abprallen, hoffen auf ein Signal, Winterschlaf, aufwachen, der Versuch der Kontaktaufnahme. Acht Mal hatte sich der Roboter nach einer ersten Funkstille gemeldet, Bilder geliefert, Staub gemessen, den Kometen via Radiowellen durchleuchtet.

Aus Ferris Sicht ist "Philae" ein voller Erfolg: "Ich wäre auch schon froh gewesen, wenn er nur ein paar Minütchen überlebt hätte." Am Ende der "Rosetta"-Mission im September soll auch die Sonde auf "Tschuri" landen und in den ewigen Schlaf sinken. Dann kreisen "Philae" und "Rosetta" auf dem kleinen Kometen vereint durchs All.

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13.02.2016, 08:30 Uhr
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