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Stuttgart

Personalräte der GEW mischen sich in Wahlkampf ein

02.12.2015
  • ABÖ

Stuttgart. Die GEW versucht etwas landesspezifische Farbe in den Wahlkampf zu bringen. Die Personalräte der Lehrergewerkschaft verabschiedeten dazu gestern eine Resolution und fordern die Parteien auf, die bildungspolitischen Reformen von Grün-Rot fortzusetzen.

Vor allem die CDU wird dahingehend kritisiert, dass sie den Ausbau der Gemeinschaftsschulen stoppen will. Wer diese mitten in der Aufbauphase für gescheitert erkläre, "hat nicht nur den Blick für die Realität verloren, sondern verhöhnt auch das Engagement der Kollegen seit der Einführung", heißt es in dem Papier. Zum Ende der Legislaturperiode gebe es allerdings noch zahlreiche unerledigte Herausforderungen, darunter Defizite bei der frühkindlichen Bildung und fehlende Konzepte für die Inklusion.

Differenzen auch zur Gewerkschaftsspitze und den Mitgliedern gibt es unter anderem in der Frage des neunjährigen Gymnasiums, das die GEW-Landeschefin Doro Moritz wegen der Konkurrenz zu anderen Bildungswegen ablehnt, aber hohes Ansehen unter G-9-Lehrern genießt. Auch die Sonderschullehrer unter den rund 50 000 Mitgliedern kämpfen für ihren eigenständigen Schulzweig, während Lehrer an Grund- und Hauptschulen fordern, mehr Sonderpädagogen in die allgemeinbildenden Schulen zur Unterstützung abzuordnen.

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02.12.2015, 08:00 Uhr
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