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Kommentar Banken

Personal ist teuer

Schon vor Jahren ist die Bankenbranche als kommende Großbaustelle in der deutschen Wirtschaftslandschaft ausgeguckt worden. Viele haben dies als bekannte Übertreibung und Schwarzmalerei gesehen. Doch die Prognosen der Experten bewahrheiten sich Stück für Stück.

09.03.2017
  • HELMUT SCHNEIDER

Frankfurt. Vorgestern haben die Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg vermeldet, dass die Zahl ihrer Filialen weiter sinken werde und damit auch die Zahl der Beschäftigten. Gestern tönte es beim Sparkassenverband genau so: Die Gebühren steigen, die Beschäftigtenzahl ist in einem Jahr um 9000 gesunken. Und der Trend werde anhalten.

Läuft da in der Geldbranche gerade etwas aus dem Ruder? Nicht unbedingt. Es ist – vom Sonderfall Deutsche Bank abgesehen, der ohnehin in einer eigenen Liga spielt – einfach so, dass sich die Zeiten mit der viel beschriebenen Digitalisierung vor allem auch in der Bankenbranche dramatisch ändern.

Bis heute hält sich hartnäckig die Vorstellung, die nächste Bankzweigstelle dürfe nicht weiter entfernt sein als die nächste Straßenbahn-Station. Jedem Dorf eine Bank – das ist längst vorbei. Und es wird nicht wiederkehren.

Volksbanken und Sparkassen, wiewohl Kleinkunden verpflichtet, werden weiter kleine Filialen schließen. Personal ist teuer, und der Kunde will dafür nicht bezahlen. Helmut Schneider

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09.03.2017, 06:00 Uhr
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