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Kommentar · Syrien

Perfider Schachzug

Während die internationale Gemeinschaft erneut Anlauf für eine Lösung des Syrien-Konflikts und den Wiederaufbau des zerstörten Landes unternimmt, entwickelt Syriens Präsident Assad Vorstellungen ganz eigener Art.

28.04.2018

Von GÜNTHER MARX

Auch er denkt an den Wiederaufbau der zusammengeschossenen Städte, aber er denkt offensichtlich daran, dies ohne die Millionen Flüchtlinge zu tun, die er auf kaltem Weg enteignen will.

Wer binnen 30 Tagen seine Rechte nicht mit Urkunden nachweisen kann, läuft Gefahr, Grund und Boden zu verlieren. Wer die Bilder der Flüchtlinge sieht, die außer ihrem Leben alles verloren haben, kann dies nur als perfide empfinden. Wenn Assad damit durchkommt, ist das nichts anderes als eine zweite Vertreibung; die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.

Assads Vorhaben zeigt einmal mehr, dass mit ihm eine Friedenslösung nicht möglich ist. Der Wiederaufbau wird mehrere hundert Milliarden Euro kosten, Geld, das überwiegend aus dem Westen – und nicht aus Russland oder dem Iran – kommen wird. Das immerhin wäre ein Hebel mit Wirkung. Denn wenn es für Syrien keine Lösung gibt, bleiben die Flüchtlinge hier.

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Erstellt:
28. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
28. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. April 2018, 06:00 Uhr

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