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Per Polygocard auch Pedelec buchen
VVS-Mitarbeiter Alexander Krautz bucht mit dem Polygo-Ticket auch Mietwagen. Foto: Ferdinando Iannone
Schon 210 000 VVS-Kunden nutzen elektronische Tickets – Ersatz für den Verbundpass mit Wertmarke

Per Polygocard auch Pedelec buchen

Bahnticket und Kreditkarte in einem: Beinahe 210 000 Kunden nutzen inzwischen die Polygocard des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart.

02.08.2016
  • BARBARA WOLLNY

Stuttgart. „Ich nutze momentan vor allem die mobilen Möglichkeiten, die die Karte bietet“, sagt Alexander Krautz, Mitarbeiter des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) im Bereich Tarife. Er hat die Entwicklung und Einführung der sogenannten Polygocard von ersten Tag an begleitet. Für den Weg zur Arbeit in der Rotebühlstraße fährt er selbst täglich Bahn und Bus, nimmt aber dazwischen auch die Mietwagendienste von Car2Go und Stadtmobil in Anspruch – „geschickt, wenn man nach der Arbeit noch einen Großeinkauf plant oder Möbel transportieren muss“. Gebucht und bezahlt werden alle Tickets mit der Polygocard, die mehr ist als nur eine Fahrkarte.

Sie ersetzt den Verbundpass mit Wertmarke, der 1978 bei der Gründung des VVS eingeführt worden war. Alle Informationen über die individuell gebuchten Strecken des Kunden sind jetzt auf dem elektronischen Fahrausweis im Scheckkartenformat gespeichert, ebenso – wenn gewünscht – der Mitgliedsausweis der Stadtbibliothek oder eine Mastercard, wenn die Kreditkartenfunktion aktiviert wurde.

Weitere Funktionen sollen demnächst auch über die Karte zu buchen sein wie der Call-a-Bike-Service der Bahn für Pedelecs und Räder oder die Leihwagen der Firma Flinkster. Fest steht zudem schon, dass Ende des Jahres die Karte auch für die Park&Ride-Anlage in Stuttgart-Österfeld eingesetzt werden kann. Momentan ist die Polygocard nur in Verbindung mit einem VVS-Jahresabo erhältlich. Künftig aber soll auch eine Blanko-Karte angeboten werden.

Der Nutzer kann selbst bestimmen, welche Leistungen er in Anspruch nimmt und sich dazu bei den jeweiligen Partnern direkt anmelden. Zwischen den einzelnen Anbietern findet kein Austausch von Kundendaten statt, und es werden keine Bewegungsprofile erstellt. Nur die letzten zehn Transaktionen werden auf dem Kartenchip gespeichert. „Unsere Datenschützer waren von Anfang an in das Projekt involviert“, sagt Krautz. Die Linke im regionalen Verkehrsausschuss hatte – allerdings als einzige Fraktion – in puncto Datenschutz Bedenken geäußert.

Bis zum nächsten Frühjahr sollen alle 260 000 VVS-Bestandskunden die elektronische Karte anstelle von Verbundpass und Wertmarke erhalten. Langfristig sollen in der Region Stuttgart eine halbe Million Personen die Polygocard besitzen und einsetzen. „Die Chipkarte ist als Schlüssel zu den Mobilitätsdienstleistungen in Stuttgart und der Region konzipiert“, erläutert Krautz.

Anfang 2015 wurde die Karte von 300 Ludwigsburger Schülern einem ersten Praxistest unterzogen, danach bekamen auch die anderen Besitzer eines Schülermonatstickets die elektronische Version. Seit August 2015 werden nach und nach die Bestandskunden mit dem E-Ticket ausgestattet, neue Kunden bekommen sie automatisch. Bahn, Stuttgarter Straßenbahnen AG und der Verband Region Stuttgart haben rund 1,2 Millionen Euro in den Kartenprototyp investiert.„Eine solche gewaltige Umstellung macht man nicht über Nacht, sondern besser schrittweise“, erklärt Krautz. Und ja, es habe natürlich auch Kinderkrankheiten gegeben.

So kursiert die Geschichte von einem Kunden, der immer wieder Tickets nachkaufen musste, weil erst seine sechste Polygocard funktionierte. „In allen Fällen erstatten wir natürlich die Kosten für zusätzlich gekaufte Tickets“, sagt Krautz, sieht aber inzwischen die Anfangsschwierigkeiten weitgehend behoben. „Wir haben schon viel geschafft, doch die Arbeit geht uns nicht aus“, sagt er. „Unser Ziel ist, die Nutzungswünsche der Kunden widerzuspiegeln. Deshalb sind wir jetzt dabei, die VVS-App weiterzuentwickeln. Sie soll künftig nicht nur Bus und Bahn abdecken, sondern über alle Mobilitätsangebote informieren.“

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02.08.2016, 06:00 Uhr
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