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Stuttgart

Pensionäre sollen Flüchtlingskinder unterrichten

Für den Unterricht von Flüchtlingskindern will Baden-Württemberg auch pensionierte Lehrer einsetzen. Das Kultusministerium rechnet mit rund 30000 schulpflichtigen Kindern aus anderen Ländern, die in diesem Jahr in den Südwesten kommen, wie ein Sprecher gestern sagte.

06.10.2015
  • LSW

Stuttgart Ursprünglich war das Land von halb so vielen ausgegangen und hatte einen Bedarf von rund 560 zusätzlichen Lehrern genannt. Nun müssten weitere 400 bis 500 dazukommen, wie zunächst die "Stuttgarter Nachrichten" berichtet hatten.

Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sind in diesem Schuljahr bereits so viele Pädagogen eingestellt worden, dass nur noch wenige für die zusätzlichen Aufgaben verfügbar sind. Das sagte Landesgeschäftsführer Matthias Schneider. Derzeit gibt es nach Ministeriumsangaben rund 1800 Förderklassen, in denen im Schnitt 13 bis 15 Kinder Deutsch lernen. Nur wenige Pädagogen hätten die Qualifikationen für Deutsch als Fremdsprache, sagte Schneider. Zudem sei kaum vorherzusagen, in welche Kommunen Flüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen kommen - und wo entsprechend der Bedarf an Förderklassen steige.

Im Kultusministerium werde mit Zusatzkosten von 30 bis 40 Millionen Euro kalkuliert. Nach sechs Monaten Aufenthalt greift im Südwesten die Schulpflicht für Flüchtlingskinder.

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06.10.2015, 12:00 Uhr
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