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VVS

Pendeln soll billiger werden

Der Aufsichtsrat will die Tarifstruktur vereinfachen. Die FDP kritisiert den Beschluss als „Würfle“.

11.04.2018

Von DPA/DL

Wird die S-Bahn ab 2019 günstiger? Foto: Werner Kuhnle

Stuttgart. Der Stuttgarter Verkehrs- und Tarifverbund VVS will nächstes Jahr das System der Tarifzonen im Verbundgebiet grundlegend reformieren und vereinfachen. Das hat der VVS-Aufsichtsrat am Dienstag beschlossen, wie der Verbund mitteilte. Künftig soll es in Stuttgart und den Verbundlandkreisen an Stelle der bisher 52 Tarifzonen nur noch fünf oder sechs Ringzonen geben. Die Kosten für die Reform würden sich auf rund 42 Millionen Euro pro Jahr belaufen, weshalb der VVS-Aufsichtsratschef, Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn, jetzt die Gesellschafter des VVS für die Idee gewinnen muss.

„Die Tarifzonenreform ist auf einem guten Weg“, sagte Kuhn am Dienstag. „Die Finanzierung ist nicht einfach, es ist ein hoher Millionenbetrag zu stemmen – und das jährlich. Aber ich habe den Eindruck, dass alle Partner an einem Strang ziehen.“ Ziel sei, die notwendigen Beschlüsse bis zur Sommerpause zu treffen, damit die Tarifzonenreform im Laufe des Jahres 2019 umgesetzt werden könne. Zu den Gesellschaftern gehören neben Stadt, Land und Verband Region Stuttgart auch die Landkreise Böblingen, Ludwigsburg, Esslingen und Rems-Murr sowie rund 40 regionale Verkehrsunternehmen.

Die Kosten entstehen dem VVS zufolge deshalb, weil die Fahrgäste nach der Reform weniger Zonen befahren und damit einen geringeren Fahrpreis zahlen müssten. So sollen zum Beispiel die Zonen 10 und 20 in Stuttgart vereint werden – Pendler, die ins Stadtzentrum fahren, würden dadurch eine Tarifzone sparen.

Der FDP in der Stuttgarter Regionalversammlung geht der Vorstoß indes nicht weit genug. Was der VVS-Aufsichtsrat hinter verschlossenen Türen beschlossen habe, sei kein großer Wurf, sondern „höchstens ein verzagtes Würfle“, sagte Fraktionschef Kai Buschmann. Die FDP stellt sich unter einer wirklichen Tarifreform, die auch zur Luftverbesserung beitragen würde, eine Zone für Stuttgart und eine bis maximal zwei Zonen für die Außenbereiche vor. Geht es nach der Fraktion wird das Thema am 18. April öffentlich im Verkehrsausschuss diskutiert – und nicht, wie geplant, hinter verschlossenen Türen. dpa/dl

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Erstellt:
11. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. April 2018, 06:00 Uhr

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