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Kommentar zur Einsatzfähigkeit der deutschen Marine

Peinlich für die Ministerin

Probleme mit der Ausrüstung der Bundeswehr begleiten Ursula von der Leyen, seit die CDU-Politikerin vor gut vier Jahren Verteidigungsministerin wurde. Jetzt schlägt der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels Alarm: Der Marine gehen die einsatzfähigen Schiffe aus.

12.02.2018

Von Dieter Keller

Daher sollte sie an keinen weiteren internationalen Missionen mehr teilnehmen. Das ist peinlich für von der Leyen. Denn sie muss sich fragen lassen, warum sie die Probleme nicht in den Griff bekommt.

Es hängt nicht nur am Geld allein. Wenn selbst einfache Ersatzteile nicht auf Lager sind, um Reparaturen zügig durchführen zu können, dann mag das ein Zeichen falscher Sparsamkeit sein. Es ist aber auch und insbesondere ein Versagen der Bürokratie bei der Bundeswehr. Dabei hatte die Ministerin eigens die erfahrene Managerin Katrin Suder von der Unternehmensberatung McKinsey geholt, die als Staatssekretärin die Beschaffung auf Vordermann bringen sollte. Offensichtlich bisher nicht mit durchschlagen- dem Erfolg. Wobei das auch schwierig ist angesichts des Eigenlebens in der Verwaltung der Bundeswehr, an der sich schon manche Verteidigungsminister die Zähne ausgebissen haben.

Ob bei Schiffen, Hubschraubern oder Flugzeugen, die Bundeswehr hat immer wieder Probleme mit ihrer Ausstattung. Sie rechtfertigt aber steigende Ausgaben nur, wenn sie einsatzfähig ist, und zwar ohne Wenn und Aber. Von der Leyen sollte sich lieber um ihre Hausaufgaben kümmern, als im Ausland wie gerade im Irak über die Ausweitung von Einsätzen zu reden. Das bringt zwar nicht so schöne Schlagzeilen. Aber von großen Versprechen haben weder die Soldaten noch das Land etwas.

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Erstellt:
12. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2018, 06:00 Uhr

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