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Ab Juli Fahrräder mit Motor

Pedelecs werden in Stuttgart in das Call-a-Bike-Verleihsystem integriert

In Stuttgart werden ab Juli Fahrräder mit Elektromotor zum Verleih angeboten. An bis zu zehn Standorten in der Stadt sollen die Pedelecs bereitstehen und in das Leihsystem der Bahn eingebunden werden.

23.03.2011
  • SWP

Stuttgart Die Landeshauptstadt unternimmt einen "kleinen Sprung" in die E-Mobilität, wie es Baubürgermeister Matthias Hahn gestern im Ausschuss für Umwelt und Technik ausdrückte. Ab Juli werden auch Pedelecs, Fahrräder mit Elektromotor, im Call-a-Bike-System angeboten werden. Eine entsprechende Pilotlösung ist im Aufbau.

Da das Fahrradverleihsystem Call-a-Bike der Deutschen Bahn, das es seit 2007 gibt, gut angenommen wird, wurde früh der Wunsch nach einer Ausweitung geäußert. An bislang 65 Stationen mit 650 Abstellplätzen in der Innenstadt können etwa 400 Fahrräder ausgeliehen werden. Im vergangenen Jahr - die Saison dauert von April bis Dezember - wurden 87 000 Fahrten registriert, 45 Prozent als 2008. Mit den Pedelecs sollen auch höher gelegene Stadtbezirke besser erreicht werden. Die Topographie Stuttgarts setzt nämlich für Radler entsprechende Muskelkraft voraus. "Wir wollen den Kunden die Wahl zwischen dem Fahrrad und der elektromotorisierten Variante ermöglichen", erläutert Günter Stürmer von der Abteilung Mobilität in der Stabsstelle des Oberbürgermeisters.

Mit der DB Rent GmbH und der ENBW will die Stadt in einer Entwicklungspartnerschaft modellhaft eine Pilotlösung für ein automatisiertes Pedelec-Verleihsystem mit Ladestationen im öffentlichen Raum aufbauen. Es soll zusätzliche Kundenschichten erschließen, da das Pedelec das ganze Jahr betrieben werden kann. Die Abstell- und Verleihstationen sollen sowohl für normale Fahrräder des bestehenden Call-a-Bike-Fix-Systems als auch für die Pedelecs nutzbar sein. Es soll auch in das System des ÖPNV integriert werden.

Dafür hat die Stadt einen wahren Antragsmarathon hinter sich gebracht. Im Juli 2009 wurde der Antrag im Verkehrsministerium eingereicht, im August gab es bereits eine Urkunde, weil die Stuttgart der einzige Fördernehmer war. "Wir haben fristgerecht Folgeantrag gestellt", so Stürmer. Aber alles habe sich bis Dezember 2010 hingezogen. Da gab es den Zuwendungsbescheid für die Umsetzung. Der Bund stellt 1,25 Millionen Euro für die Umsetzung des Call-a-Bike-Pedelec-Verleihsystems zur Verfügung. "Das war für die Verwaltung ein mühsamer Prozess. Wir waren schon nahe dran es zu stoppen."

Ab Juli, dem Start der Testphase, sollen 100 Pedelecs zur Verfügung stehen. Die Einführung wird stufenweise erfolgen. Neue Standorte vor allem oberhalb des Talkessels kommen hinzu, wie Vaihingen, Möhringen, Degerloch, Killesberg aber auch Hedelfingen, Bad Cannstatt und Mühlhausen. Bislang unwirtschaftliche Standorte werden abgebaut. An allen Stationen kommen Terminals hinzu.

Bislang kann nur per Handy ein Fahrrad ausgeliehen werden. Dies soll nutzerfreundlicher werden. Über das Terminal ist die tarifliche Integration des Verleihsystems ins ÖPNV-Angebot möglich. Die ganze Umsetzung muss bis 30. September diesen Jahres abgeschlossen sein. "Wir geben Vollgas."

Der Ausschuss für Umwelt und Technik begrüßte das Vorhaben. Michael Kienzle (Grüne) wunderte sich darüber, dass die Kosten für die lokale und überregionale Evaluation 925 000 Euro kostet. "Das ist ja fast so viel wie das ganze Verleihsystem." Die Begleitung sei sehr wissenschaftlich und allein im Ruhrgebiet seien zehn Städte beteiligt, erläuterte Stürmer. Bundesweit gibt es acht Standorte. "Eine gute Sache", lobte Dieter Wahl (CDU). "Das Beste: Es kostet die Stadt nichts."

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23.03.2011, 12:00 Uhr
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