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Südwestumschau

Pastor nennt Flüchtlinge "Räuberhorden"

Der Pastor einer Riedlinger Freikirche hat in seinen Predigten harte Worte für Flüchtlinge gefunden. Sein Bundesverband reagiert beschämt.

24.10.2015
  • DPA

Riedlingen Mit polarisierenden Äußerungen zu Flüchtlingen hat der Pastor einer Evangelischen Freikirche in Riedlingen (Kreis Biberach) heftige Kritik auf sich gezogen. Der Mann hatte unter anderem von einer "illegalen, zum Teil sogar gewaltsamen Invasion" gesprochen und davor gewarnt, dass Bundeskanzlerin Merkel das deutsche Volk in "bürgerkriegsähnliche Zustände" steuern wolle. "Jesus hat definitiv nicht davon gesprochen, dass wir unser Land von einfallenden räuberischen Horden ausplündern lassen müssen.", Die Predigt wurde als Tondatei auf der Webseite der Freikirche veröffentlicht. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Der Pastor und die Gemeindeleitung waren nicht erreichbar.

Bürgermeister Marcus Schafft (CDU) betonte gestern, dass der Freikirchler nicht für die Stadt spreche. In Riedlingen gebe es "unheimlich viele Menschen, die sich sozial engagieren. Da passt diese Äußerung überhaupt nicht ins Bild." Eine Gesellschaft halte solche Äußerungen zwar aus. "Aber es tut auch weh, weil man merkt, dass eine Facette im Fokus der medialen Öffentlichkeit steht, die die Stadt verzerrt", sagte Schafft. Inzwischen ermittle auch die Staatsanwaltschaft gegen den Pastor. Eine Sprecherin bestätigte die Ermittlungen gestern nicht, gegenüber dem SWR wies die Staatsanwaltschaft jedoch darauf hin, dass ein Ergebnis der Untersuchungen frühestens bis Jahresende zu erwarten sei. Sollte der Tatbestand der Volksverhetzung zutreffen, drohe Haft bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.

Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), zu dem die Riedlinger Freikirche gehört, distanzierte sich. "Es beschämt mich, dass durch derartige Äußerungen das schwere Schicksal vieler Flüchtlinge nicht geachtet und der Barmherzigkeit des Evangeliums widersprochen wird", sagte der Generalsekretär Christoph Stiba am Freitag. Ein Sprecher der BEFG betonte zudem, dass der Riedlinger Pastor "kein ordinierter Pastor einer der Freikirchen ist und damit keine der Freikirchen in Deutschland repräsentiert."

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24.10.2015, 12:00 Uhr
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