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Söder und Aigner bleiben außen vor

Parteichef Seehofer ruft CSU-"Strategieteam" ins Leben

Der bayerische Landesvater überrascht bei der Zusammenstellung des neues CSU-"Strategieteams". Das Gremium soll die Wahlen 2017 und 2018 vorbereiten und einen Generationenwechsel einleiten.

27.10.2015
  • PATRICK GUYTON

München Gerne sagt Horst Seehofer, dass er klar rede und eine sehr strukturierte Politik betreibe. Tatsächlich aber spielt der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident gerne über Bande, liebt das Nebulöse und gibt sich dann über die Reaktionen erstaunt. Dass er bei der gestrigen Vorstellung seiner künftigen Stellvertreterriege in der Münchner CSU-Zentrale die Aspiranten über den grünen Klee lobte, war vorhersehbar. Dass er aber wie nebenbei ein neues und offenbar sehr wichtiges CSU-"Strategieteam" ins Leben rief, sorgt für Überraschung.

Das etwa zehnköpfige Gremium habe die Aufgabe, so Seehofer, die für die CSU wichtigen Jahre 2017 und 2018 vorzubereiten. 2017 sind Bundestagswahlen, 2018 wählt Bayern einen neuen Landtag. Und es gehe auch um den "Generationenwechsel", womit der Ministerpräsident seinen eigenen angekündigten Abgang vor der Landtagswahl meint. Im Strategieteam sollen neben Seehofer dessen fünf Stellvertreter sitzen, zudem Landtags-Fraktionschef Thomas Kreuzer, die Berliner Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, Generalsekretär Andreas Scheuer sowie der bayerische JU-Vorsitzende Hans Reichart.

Interessanter allerdings ist, wer nicht mit von der Partie sein wird, wenn man über die "großen Linien und großen Weichenstellungen" entscheidet: die beiden heißesten Kandidaten für die Nachfolge des Patriarchen selbst, Bayerns Finanzminister Markus Söder sowie Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Dafür sagt Seehofer gleich zwei Mal, dass er den über die Plagiatsaffäre gestürzten Karl-Theodor zu Guttenberg bei den Themen Außen- und Sicherheitspolitik reanimieren und mit ins Gremium holen will.

Die Neubesetzung der Stellvertretergruppe ist nötig, weil zwei Mitglieder des bisherigen Gremiums ersetzt werden. Peter Ramsauer, ehemals Bundesverkehrsminister, tritt nicht mehr an, sein Verhältnis zu Seehofer gilt als zerrüttet. Und Peter Gauweiler hat alle Posten hingeschmissen, weil Seehofer ihn wegen dessen permanenter Europa-Kritik abgewatscht hatte.

Zwei alte Vize bleiben nun, drei neue kommen: Barbara Stamm, die in dieser Woche 71 Jahre alt wird, konnte zu einer neuen Kandidatur bewegt werden. Die beliebte Landtagspräsidentin gilt als eine Art inoffizielle First Lady im Freistaat. Ebenso behält Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt seinen Parteiposten, den er bisher bekleidete, ohne für Aufsehen zu sorgen. Neu ist Angelika Niebler (52), EU-Abgeordnete und Vorsitzende der Frauenunion. Mit der geborenen Münchnerin will Seehofer die modernen, großstädtischen Frauen besser an die Partei anbinden. In Manfred Weber (42), einflussreicher Vorsitzender der christdemokratischen EVP-Fraktion im EU-Parlament, sieht Seehofer ein "Schwergewicht mit europaweitem Wirkungsfeld". Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl steht schließlich für die in der CSU recht vernachlässigte Region Schwaben.

Parteichef Seehofer ruft CSU-"Strategieteam" ins Leben
Markus Söder (CSU) gilt als aussichtsreicher Seehofer-Nachfolger. Im neuen "Strategieteam" aber fehlt er. Foto: dpa

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27.10.2015, 12:00 Uhr
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