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Zwölf auf der Liste

Partei und Stammtisch wollen alle Sitze im Rathaus

Pünktlich zum Höhepunkt der Fasnet haben gestern „Die Partei“ und der Stammtisch „Unser Huhn“ dem TAGBLATT ihre gemeinsame Kandidatenliste für die Tübinger Gemeinderatswahl am 25. Mai vorgelegt.

05.03.2014

Tübingen. Nun haben sie also doch zusammengefunden, wie von dem Philosophen, Anarcho-Poeten und Kabarettisten Markus Vogt (alias Häns Dämpf) im Januar angekündigt: der Tübinger Stammtisch „Unser Huhn“ und die hiesigen Mitstreiter der „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“, einer Spaßvogel-Truppe, die im Jahr 2004 von Redakteuren des Satiremagazins „Titanic“ gegründet wurde.

Mindestens zehn Bewerber wollte Markus Vogt, der den Tübinger Ortsverband seiner „Partei“ anführt, auftreiben. Tatsächlich hat er jetzt zwölf Leute beieinander, die für das Listenbündnis mit dem Stammtisch „Unser Huhn“ in den Wahlkampf ziehen wollen – auch „auf die Gefahr hin, dass sie dann aufs Rathaus müssen“. Wie es in der gestrigen Pressemitteilung von Vogt heißt, wurde die Zahl der Bewerber ganz bewusst auf ein Dutzend begrenzt, und zwar „aus taktischen Gründen“.

Da Vogt, der dem grünen Fritz Kuhn bei der Stuttgarter OB-Wahl immerhin 0,1 Prozent der Stimmen abgejagt hat, selbstbewusst davon ausgeht, dass sein Bündnis am 25. Mai alle Stimmen bekommt, lasse sich mit der kurzen Liste der bislang 40-köpfige Gemeinderat deutlich verkleinern. Davon verspricht er sich einiges: „So können Kosten gespart und innerPARTEIliche Konflikte schneller ausgetragen werden.“ Zudem werde „die Verteilung des Kommunalhaushalts für die einzelnen Mitglieder lukrativer“.

Von einer auch nur halbwegs angemessenen Frauenquote ist die neue Gruppierung noch meilenweit entfernt: Unter den zwölf Leuten auf der Liste geben – rein rechnerisch jedenfalls – eindeutig die zehn Männer den Ton an. Mag sein, dass sich Vogt und seine Mitstreiter auch deshalb veranlasst sehen, speziell dem ADAC ausdrücklich „für die Unterstützung bei der Aufstellung der Liste“ zu danken.

Das Wahlprogramm von Stammtisch und Partei soll erst in den nächsten Wochen nach und nach bekannt gegeben werden. Einige Eckpunkte dürfen aber bereits genannt werden. Dazu gehören: der Bau eines nuklearen Endlagers im Französischen Viertel, der Bau eines Friedrich-Hölderlin-Flughafens auf der Neckarinsel, die Verlegung der Tübinger Universität unter die Erde und die Schaffung eines zentralen Vereinsheims in der Papstgaststätte. sep

1. Markus Vogt , 2. Ivo Dommer,
3. Jonas Hiller, 4. Ulrich Stolte,
5. Juliane Kiefner 6. Jürgen Eichenbrenner,
7. Michael Vogts, 8. Hans-Joachim Fuchs,
9. Pascal Schlößer, 10. Silke Bauer,
11. Ture Sayer, 12. Thomas Demmel

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Erstellt:
5. März 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
5. März 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. März 2014, 12:00 Uhr

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