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Keine reguläre Kassenleistung

Parlamentarier: Kein Trisomie-Test auf Kassenkosten

18.08.2016
  • ELISABETH ZOLL

Berlin. Parlamentarier aller Bundestagfraktionen haben davor gewarnt, den vorgeburtlichen Bluttest auf Trisomie 21 (Down-Syndrom) zu einer regulären Kassenleistung zu machen. In einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Schreiben an den Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) verwiesen sie darauf, dass der Bluttest ausschließlich dazu diene, nach einer Trisomie zu suchen und „keinerlei medizinischen Nutzen“ habe.

Der G-BA will dem Vernehmen nach heute über die Einleitung eines „regulären Methodenbewertungsverfahren“ für nicht-invasive Pränataldiagnostik (NIPT) entscheiden. „Das wäre noch eine Stufe näher an der Übernahme als reguläre Kassenleistung als die Erprobungsrichtlinie, die vor zwei Jahren im Gespräch war“, heißt es in dem Schreiben, das die Abgeordneten Corinna Rüffer (Grüne), Hubert Hüppe (CDU), Dagmar Schmidt (SPD) und Kathrin Vogler (Linke) unterzeichnet haben.

Trisomien erschienen als ein weiteres von vielen vermeidbaren „Risiken“, warnen die Abgeordneten. „Bereits heute entscheidet sich die überwiegende Zahl der Schwangeren bei einem positiven Testergebnis für den Abbruch der Schwangerschaft.“ Damit erhöhe sich auch der Druck und die individuelle Verantwortung, ein „perfektes“ Kind zu gebären. Eltern, die sich dann gegen den Test oder für ein behindertes Kind entscheiden, könnten immer mehr in Erklärungsnöte geraten.

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18.08.2016, 06:00 Uhr
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