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Prozess

Paris-Attentäter schweigt vor Gericht

Salah Abdeslam soll als einziger Täter die Terroranschläge überlebt haben. Er ist nun auch in Belgien angeklagt.

06.02.2018

Von PETER HEUSCH

Paris. Unter denkbar schärfsten Sicherheitsvorkehrungen ist die Überführung des seit April 2016 in französischer Untersuchungshaft sitzenden Islamisten Salah Abdeslam nach Brüssel erfolgt. Nicht minder rigoros sind die Sicherheitsmaßnahmen rund um seinen Prozess, der gestern im Justizpalast der belgischen Hauptstadt begann. Sogar auf der Anklagebank wird Abdeslam, der wohl als einziger Täter die Pariser Terrornaschläge vom 13. November 2015 überlebt hat, von zwei schwer bewaffneten Elitepolizisten eingerahmt.

Der 28-jährige Franzose marokkanischer Abstammung muss sich in Brüssel wegen versuchten Polizistenmordes verantworten. Für Abdeslam handelt es sich um den Auftakt einer auf ihn zurollenden Prozesslawine. Sowohl in Frankreich wie in Belgien stehen weitere Verfahren an wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Beteiligung oder der Vorbereitung blutiger Anschläge, bei denen in Paris und Brüssel insgesamt 165 Menschen in den Tod gerissen und mehr als 700 weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Abdeslam, der eine Beteiligung an den Paris-Anschlägen zugegeben hat, drohen bis zu 40 Jahre Haft.

Zum Prozessauftakt verweigerte Abdeslam die Aussage. „Ich habe keine Angst vor Ihnen, ich vertraue auf Allah“, schleuderte er der vorsitzenden Richterin entgegen, um sich dann in Schweigen zu hüllen. Peter Heusch

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Erstellt:
6. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
6. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2018, 06:00 Uhr

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