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Ganz Unten

Pandas für Berlin

Aus Sicht von Evolutionsforschern haben Pandabären eigentlich keine Daseinsberechtigung: Sie sind wählerisch, faul und phlegmatisch. Doch ihre Niedlichkeit sichert der Art das Überleben.

30.10.2015
  • FELIX LEE

Nun darf sich der Berliner Zoo auf ein neues Panda-Pärchen freuen - diese frohe Botschaft bringt Kanzlerin Angela Merkel von ihrer China-Reise mit. "Das ist ein besonders Stück China, das viele Menschen in Deutschland erfreuen wird", freute sie sich.

In Berlin hatte es schon mal Pandas gegeben - und sie waren unangefochten die Stars des Hauptstadtzoos. Doch zunächst verstarb 2007 das Weibchen Yan Yan. Ihr männliches Pendant Bao Bao folgte ihr 2012 in den Tod. Der erhoffte Nachwuchs blieb aus. Yan Yan wurde kürzlich ausgestopft nach China zurück gebracht. Denn Pandas sind stets Eigentum der Volksrepublik und werden weltweit den Zoos nur geliehen.

Seit Jahrzehnten nutzt die chinesische Führung die schwarz-weiß befleckten Bären als freundliche Geste zur Aufwertung der diplomatischen Beziehungen. 1980 kam Deutschland zum Zuge.

Dabei sind Pandas ausgesprochen seltsame Geschöpfe. Von ihrer Gattung her gehören sie zur Gruppe der Fleischfresser. Doch sie mögen ausschließlich Bambus. Und davon auch nur eine bestimmte Sorte, die alle paar Jahrzehnte anfängt zu blühen und kollektiv abstirbt. Pandas leben ausschließlich in dichten Bambuswäldern im südwestlichen China. Dort knabbern sie zwölf Stunden am Tag geräuschvoll an den hölzernen Bambusfasern. Die übrige Zeit dösen sie.

Aus Sicht von Evolutionsforschern haben Pandabären schon lange keine Daseinsberechtigung mehr. Zwar dürfte der Verlust ihres natürlichen Lebensraums in China der wichtigste Grund sein, warum der Große Panda zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Erde gehört. Doch selbst unabhängig der Zerstörung ihrer Umwelt hätte die Gattung Probleme: Denn Pandas sind notorische Sexmuffel. Die Weibchen sind nur an drei Tagen im Jahr paarungsbereit. Doch eben weil sie mit ihrer tapsigen Art so niedlich wirken, wenden Zoologen viel Aufwand auf, um mithilfe der modernen Tiermedizin den Bestand zu sichern.

Pandas für Berlin

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30.10.2015, 12:00 Uhr
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