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Palmer: Große Koalition «allemal besser als Neuwahlen»
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Foto: Christoph Schmidt/Archiv dp/lsw
Nach Scheitern der Jamaika-Verhandlungen

Palmer: Große Koalition «allemal besser als Neuwahlen»

Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer hat sich nach dem Jamaika-Aus für eine Fortsetzung der Koalition von Union und SPD anstelle von Neuwahlen ausgesprochen.

20.11.2017
  • dp/lsw

Tübingen. «Geht die SPD den Opfergang?», schrieb Palmer am Montag bei Facebook. «Es wäre allemal besser als Neuwahlen.» Die FDP hatte die Verhandlungen mit CDU, CSU und Grünen über eine Jamaika-Koalition am späten Sonntagabend abgebrochen. «Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren», hatte FDP-Chef Christian Lindner gesagt.

«Sieht ganz so aus, als wollte jemand nicht», schrieb Palmer. «Lindner hat schon am Wahlabend getobt, als die SPD ausgestiegen ist. Offenbar traut er seinem Laden eine Regierung nicht zu.» Union und Grüne meinten, dass ein Bündnis nach ihrer Einschätzung hätte zustande kommen können. Die Grünen-Spitze warf der FDP vor, sich vor der Verantwortung gedrückt zu haben.

Drei Szenarien sind nun möglich: Die SPD verhandelt doch über eine schwarz-rote Koalition, es gibt Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Mehr zu den gescheiterten Sondierungsgesprächen auf swp.de.

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20.11.2017, 10:34 Uhr | geändert: 20.11.2017, 10:20 Uhr
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