16 Stelen

Orte der NS-Geschichte in Tübingen

An 16 Orten sollen bald in Tübingen Stelen aufgestellt werden. Das Ulmer Büro Braun Engels ist für die Gestaltung verantwortlich. Mit der Auswahl der Orte und mit den Texten befasste sich der AK Geschichtspfad unter wissenschaftlicher Mitarbeit.

28.01.2015

Tübingen. Für eine Stele, die auf die Verstrickungen der Kirche hinweist, reichte die Zeit nicht. „Von Ehrenamtlichen ist dies auch nicht zu leisten“, so Martin Ulmer vom AK Geschichtspfad. Man benötige dafür einen extra Werkvertrag.

Unsere Grafik zeigt die Orte, an denen Stelen errichtet werden sollen: 1) Gartenstraße 33 – Synagogenplatz, 2) Uhlandstraße 15 – Wohnhaus der jüdischen Familie Hayum, 3) Zinserdreieck Doppelstele – Gasthof Ochsen für den Antisemitismus vor 1933 und für den jüdischen Verleger und Inhaber der „Tübinger Chronik“ Albert Weil, 4) Sicherdenkmal – Zeichen der Vereinnahmung der Künste durch den NS, 5) Bursagasse 18 – Geburtshaus des Holocaust-Täters Theodor Dannecker, 6) Münzgasse 13 – Sitz der Kriminalpolizei und Gestapo, 7) Holzmarkt – Modegeschäft Oppenheim /Schäfer, deren Geschäft 1939 arisiert wurde, 8) Rathaus – Zerstörung kommunaler Demokratie, 9) Schloss – NS-Wissenschaft, 10) Neue Aula – NS-Universität, 11) DoppelsteleNervenklinik / Frauenklinik Zwangsarbeit in Stadt und Uni, Zwangssterilisationen 12) Güterbahnhof – Zwangsarbeiter, 13) Thiepval-Kaserne – Wehrmacht, 14) Juhe – Sitz der Hitlerjugend, 15) Wilhelmstraße 24 – NSDAP-Kreisleitung, 16) Kornhausstraße, Kino Löwen – Treffpunkt der Tübinger Arbeiterbewegung.ust

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Erstellt:
28. Januar 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
28. Januar 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2015, 12:00 Uhr

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