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Opec-Kartell streitet über Fördermenge

05.12.2015
  • DPA

Wien. Die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zeigen trotz des Ölpreis-Tiefs wenig Bereitschaft, die Förderung innerhalb des Kartells einzuschränken. Zu Beginn der halbjährlichen Sitzung in Wien sagte der irakische Ölminister Adil Abd al-Mahdi, die Organisation sei nicht allein dafür verantwortlich, mit Produktionskürzungen die niedrigen Preise wieder zu steigern: "Die Opec sollte den Preis dafür nicht allein zahlen." Andere Länder würden dann ihre Förderung erhöhen.

Während Verbraucher und Industrie von sinkenden Preisen auch für Benzin, Diesel oder Heizöl profitieren, geraten viele Ölländer und der Rohstoffsektor weiter unter Druck. "Wir sind sicher, dass der Markt sich selbst regulieren wird", sagte der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Mohamed al-Masroui.

Die Ölpreise sind derzeit mit 44,11 Dollar (39,15 EUR) je Barrel mit 159 Liter der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar extrem niedrig. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI lag gestern bei 41,36 Dollar und notierte damit in der Nähe der Tiefststände der Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009. Grund dafür ist ein Überangebot auf dem Welt-Ölmarkt.

Das Kartell aus 12 Mitgliedstaaten hat sich selbst ein offizielles Förderziel von 30 Mio. Barrel pro Tag gesetzt. Zuletzt lag die tatsächliche Produktion deutlich darüber.

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05.12.2015, 08:30 Uhr
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