Kommentar

Opa, die Umweltsau

Dominik Guggemos zu Kaffeebechern und anderen K-Fragen.

20.04.2021

Von DOMINIK GUGGEMOS

„Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind 1000 Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ´ne alte Umweltsau!“ Mit solchen Zeilen hat der WDR-Kinderchor vor rund einem Jahr einen Eklat ausgelöst. Die einen sprachen von gelungener Satire, die anderen – an vorderster Front Armin Laschet – waren empört. Die Entschuldigung von WDR-Intendant Tom Buhrow empörte dann die andere Seite.

Dabei hatte der Kinderchor nur das Geschlecht verwechselt. Opa ist ne Umweltsau – also zumindest der 76-jährige New Yorker Larry Pope. Der ist nämlich – mit seinem Minivan! – fast täglich am Garten eines Ehepaars vorbeigefahren und hat dort leere Kaffeebecher entsorgt. Edward und Cheryl Patton waren, wer mag es ihnen verdenken, irgendwann leicht genervt und wollten die Umweltsau überführen. Doch selbst mit angebrachten Kameras gelang das nicht. Nur mit der Hilfe von Nachbarn, die einen Wurf beobachteten und die Polizei riefen, konnte Pope geschnappt werden. Er wurde jetzt wegen Belästigung angeklagt. Seitdem ist der Garten der Pattons sauber. Eine Frage bleibt natürlich: Warum hat Pope das gemacht? Er war ein früherer Kollege von Cheryl Patton und die beiden hatten politische Differenzen in Gewerkschaftsfragen. Was uns zu der Frage bringt: Was macht Armin Laschet, falls er das Duell mit Markus Söder verlieren sollte? Hoffentlich tut er den so liebevoll von Söder umarmten Bäumen nichts.

Zum Artikel

Erstellt:
20. April 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. April 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. April 2021, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Aus diesem Ressort

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen
Facebook Sport      Faceboook      Instagram      Twitter      Tagblatt-App