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Klassisch

Onslows Meisterwerke

Obschon George Onslow (1784–1853) einen englischen Namen trägt, war er doch ein französischer Komponist – sogar einer der wichtigen seiner Zeit. Vor allem im Bereich Kammermusik hat er Großartiges geleistet; 36 Streichquartette und 34 Streichquintette gehen auf sein Konto.

21.04.2018
  • BURKHARD SCHÄFER

Ulm. Zu seinen besten Kompositionen gehören aber das Quintett in F-Dur für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie das Sextett in Es-Dur für Flöte, Klarinette, Horn, Fagott, Klavier und Kontrabass. Diese beiden Meisterwerke hat das Ma'alot Quintett mit Stephanie Winker (Flöte), Christian Wetzel (Oboe), Ulf-Guido Schäfer (Klarinette), Sibylle Mahni (Horn), Volker Tessmann (Fagott) jetzt zusammen mit Markus Becker (Klavier) und Nabil Shehata (Kontrabass) für MDG (Vertrieb: Naxos) eingespielt. Inspirierter, klangschöner und farbenreicher geht es kaum: traumhaft.

Herr Schäfer, was bedeutet „Ma'alot“ und was zeichnet das Ensemble aus?

Der Name Ma'alot stammt aus dem Hebräischen, bedeutet Stufe oder Stiege und versinnbildlicht den Weg zu Harmonie und Einklang. Namensgeber ist eine Plastik des Künstlers Dani Karavan an der Kölner Philharmonie, dem Ort unserer ersten gemeinsamen Probe. Das war 1986, und es ist sicherlich eine Besonderheit, dass wir als Bläserquintett auf eine so lange Konzerttätigkeit zurückblicken können – wohl auch, weil wir unser Repertoire durch zahlreiche Bearbeitungen ergänzt haben und Werke in unterschiedlichen Besetzungen spielen.

Welche Rolle spielt das Klavier in Onslows Sextett?

Das Klavier als gleichberechtigter Kammermusikpartner der Bläser im Sextett ermöglicht eine große Klangvielfalt. Onslow hat hier ein Melodie-Instrument eingespart – die Oboe fehlt – und sich für die Hinzunahme eines Kontrabasses entschieden. Er hat damit den etwas hellen, obertonreichen Klang eines Bläser-Ensembles durch die Verstärkung im Bass-Bereich wärmer und voller gestaltet und ein wunderbar farbiges Werk geschaffen.

Was können Sie uns über die Gattung Bläserquintett, speziell Onslows Beitrag dazu, sagen?

Diese Gattung wurde nach einer kurzen Blütezeit – mit zahlreichen Werken von Anton Reicha – in der Romantik etwas vernachlässigt. Deshalb sind wir glücklich, dass Onlsow gegen Ende seines Lebens noch dieses herrliche Werk geschrieben hat. In seiner ganzen Anlage zwar noch klassisch, ist es in Ausdruck und der virtuosen Behandlung der Instrumente doch schon ganz dem Stil der Romantik verpflichtet und heute ein Standardwerk der Gattung. Burkhard Schäfer

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21.04.2018, 06:00 Uhr
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