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Medien

Onlinezeitung für Kultur sucht Mäzen

Vor einem Jahr traten die „Kesseltöne“ an, um die lokale Musikkritik zu stärken. Jetzt kommen Theater und Tanz dazu.

13.03.2017

Von CLAUDIA SALDEN

Petra Heinze ist Vorsitzende der „Kesseltöne“. Foto: Rüdiger Schestag

Stuttgart. Eine lokale Online-Musikzeitschrift mit Kritiken, Hintergrundgeschichten, täglichen Veranstaltungstipps und einem Blog für den Austausch zwischen Konzertbesuchern: Das war das Ziel der „Kesseltöne“ bei ihrem Start vor einem Jahr. Denn die Zeitungen veröffentlichen aus Kostengründen immer weniger Kritiken, „zu vielen Konzerten erscheint sogar gar keine Besprechung mehr“, beklagt die Stuttgarter Kulturmanagerin und PR-Beraterin Petra Heinze, eine der „Kesseltöne“-Initiatorinnen. Das sei schlecht für die Meinungsvielfalt und gefährde letztlich auch kulturelle Angebote, die es immer schwerer haben, Besucher und Finanzgeber auf sich aufmerksam zu machen.

Ermutigende Resonanz erfahren

Dabei sei in Stuttgart durchaus Interesse für Musikkritik vorhanden, so Heinze: Die erste Online-Ausgabe der „Kesseltöne“ hatte in einem Monat 20?000 Seitenaufrufe, es habe viele positive Rückmeldungen gegeben. Allerdings fand sich trotz einer Crowdfunding-Kampagne im Internet und dem Anklopfen bei regionalen Stiftungen bisher keine tragfähige Finanzierung. Hinter den „Kesseltönen“ steht ein siebenköpfiger Verein mit erfahrenen Schreibern und Planern, die ihr Themenspektrum jetzt erweitern wollen: „Nicht nur die klassische Musik, auch der Tanz und das Theater brauchen mehr Kritiken“, sagt Heinze und hofft, so auch mehr Menschen für die „Kesseltöne“ zu gewinnen.

Eine Kritik ist nicht genug

Anfang Juni soll eine neue Ausgabe der Online-Zeitschrift erscheinen, die Themenplanung dafür läuft bereits. „Damit wollen wir ein Zugpferd gewinnen, eine angesehene Persönlichkeit, die unserem Konzept ein Gesicht gibt und uns bekannt macht“, sagt Petra Heinze. Ideal wäre ein privater Mäzen, dem die Meinungsvielfalt am Herzen liegt. „Die Kunst braucht ebenso wie die Politik eine kritische Begleitung“, ist Heinze überzeugt. Langfristiges Ziel des Redaktionsteams ist es, sich selbst und die Rezensenten zu bezahlen. Ausgewählte Konzerte und Aufführungen sollen dann von zwei „Kesseltöne“-Kritikern besprochen werden – damit es unterschiedliche Perspektiven gibt und der Austausch über kulturelle Veranstaltungen befördert wird. Claudia Salden

Info www.kesseltoene.de

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Erstellt:
13. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. März 2017, 06:00 Uhr

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