Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
On the Milky Road

On the Milky Road

In dem märchenhaften Drama von Emir Kusturica verliebt sich ein Milchmann auf dem Balkan in eine mysteriöse Italienerin.

On the Milky Road

Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Na mlečnom putu
Serbien 2017

Regie: Emir Kusturica
Mit: Monica Bellucci, Emir Kusturica, Sergej Trifunovic

125 Min. - ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
09.09.2017
  • Madeleine Wegner

Jetzt schon ein Alterswerk? Nun gut, Emir Kusturica ist mittlerweile 62 Jahre alt, man soll es kaum glauben. In seinen neuen Film „On the Milky Road“ hat er alles hineingepackt, als gäbe es kein Morgen - sich selbst in einer der Hauptrollen gleich mit dazu.

Bürgerkrieg in Jugoslawien. Kosta ist Musiker (wie der Regisseur bekanntlicherweise auch), so ein verträumter Freigeist mit hellen Augen, einer, der kein Leid mehr in seine Seele lässt („da sind schon alle Plätze belegt“). Als Milchmann wackelt er auf seinem Esel zwischen den Fronten hin und her. Er kommuniziert mit den Tieren, von denen es in diesem Film wirklich viele gibt.

Das Blutbad der weißen Gänse, Falkenflug und Kriegsgemetzel: Kusturica fügt symbolträchtige Szenen aneinander, sodass ein üppiger Bilderbogen entsteht. Das funktioniert besonders am Anfang gut, nutzt sich jedoch auch ab. Insgesamt hat er bewährte und damit erfolgversprechende Kusturica-Zutaten verwendet: schräge Gestalten, schöne Frauen (Monica Belucci als „fast neuwertige“ geheimnisvolle Italienerin, Sloboda Micalovic als heiratswillige Artistin), dazu ein paar ordentliche Gauner, eine Portion Magischer Realismus, Hochzeit und Musik. Und was zum Lachen natürlich. Das Ganze wirkt wie ein Bilderbuch, bei dem die Geschichte immer wieder in den Hintergrund tritt. Es ist hübsch anzusehen, aber manchmal reichlich und gar zu dick aufgetragen - auch durch die Spezialeffekte.

A propos: Selbst bei den vielen explodierenden Schafen soll angeblich kein einziges Tier zu Schaden gekommen sein. Natürlich geht es um Krieg. Er ist Kulisse für die Liebesgeschichte. Doch die Brutalität einiger Szenen ist mitunter schwer zu ertragen. Am Ende macht der Film etwas ungelenk einen Zeitsprung. Der Milchmann findet nach viel Schmerz im Glauben Trost. Auch hier die Parallele zu Kusturica selbst, der sich erst 2005 taufen ließ und Mitglied der serbisch-orthodoxen Kirche wurde. Vorteil (zumindest im Film): So ist auch ein Abstecher ins Paradies kein Problem.

Das ist nichts für sensible Seelen. Ob ausgehackte Augen oder Hausschlachtung: Hier spritzt das Blut.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.09.2017, 12:22 Uhr
On the Milky Road





Wir bitten Sie, sachlich zu diskutieren und respektvoll miteinander umzugehen. Bitte kommentieren Sie mit Klarnamen und verzichten Sie auf externe Links. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen und Nutzer zu sperren. Genauere Regeln fürs Kommentieren finden Sie in unserer Netiquette .

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Cine Español Neues aufgefächert
Mehr Besucher, interessante Diskussionen, zufriedene Gäste Französische Filmtage · Festival mit Happy End
Ulla Steuernagel über die Französischen Filmtage Ein Festival mit Atmo und Debatten
Französische Filmtage Mit dem Kopf woanders
Zuschauer-Stimmen
…Ein sehenswerter Film, der die Doppelmoral und die Repressionen zeigt, denen viele jungen Leute in Teheran ausgesetzt sind. Jeder versucht, sich irgendwie durchzuwursteln, sei es auch mit Hilfe von Bestechung und Repression. Interessant auch der "Verfremdungseffekt", der die Hoffnungslosigkeit noch zu unterstreichen scheint.
Elli Emann über Teheran Tabu
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Neue Trailer
Neueste
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram

Kino Suche im Bereich
nach Begriff

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular