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Gastronomie

Omas Rezepte sollen aus der Patsche helfen

Sternekoch Frank Rosin und sein Fernsehteam krempeln in Ludwigsburg das frühere „Kaisers“ um.

07.07.2018

Von RAINER LANG

Fernsehkoch Frank Rosin gibt Soula Bibissidou wichtige Tipps.

Ludwigsburg. Wer ihn ruft, muss verzweifelt sein. Das war auch bei Soula Bibissidou so. Die Ludwigsburger Wirtin wusste sich nicht mehr zu helfen. Das Geschäft lief nicht. In dieser Situation sah sie nur noch eine Lösung: Die 39-Jährige bewarb sich bei Starkoch Frank Rosin um einen Platz in dessen Coachingserie beim Sender Kabel eins „Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!“ Sie wurde unter den bis zu 2000 Bewerbungen ausgewählt.

Vor einem Jahr hatte sie das Restaurant „Kaisers“ übernommen und als Burger- und Steakhouse betrieben. Aber die Zahl der Gäste sei immer weiter zurückgegangen, berichtet die frühere Immobilienmaklerin. Sie fürchtete um ihren Lebenstraum. Aber nach fünf Drehtagen ist ihr nicht mehr bange. „Ich wusste von Anfang an, wenn er kommt, sind wir auf dem richtigen Weg“.

Ihr Fall ist nach dem Geschmack des TV-Kochs. „Die Menschen, die zu uns kommen, sind richtig in der Scheiße.“ In Ludwigsburg muss das Restaurant völlig umgekrempelt. Einfach ist das für Bibissidou nicht, die keine gastronomische Erfahrung mitbrachte. Sie musste sich deshalb harsche Kritik anhören. Rosin hält es für falsch, dass jeder ein Restaurant ohne entsprechende Ausbildung eröffnen kann.

Rosin weiß schnell, woran es hapert. Der Betreiberin hat er ins Stammbuch geschrieben, sich fortzubilden und den Sinn für eine Marke zu entwickeln. Außerdem müsse sie systematisch arbeiten. Auch die Einrichtung des Restaurants mit rund 50 Plätzen wird erneuert. Insgesamt investiert Rosin eine hohe fünfstellige Summe. Gestern überraschte der Koch, der mit einem 15-köpfigen Fernsehteam vor Ort ist, die Jungwirtin mit dem neuen Namen für ihr Restaurant: „Soulas“, abgeleitet vom Vornamen. De Schriftzug prangt schon über dem Eingang.

Rosin kritisiert Bibissidou nicht nur, deren Eltern aus Nordgriechenland stammen. „Sie hat einen sehr guten Koch aus Griechenland geholt“, lobt er. Daran knüpft der Sternekoch an. Im „Soulas“ soll künftig „authentische griechische Oma- und Muttiküche“ serviert werden. Er glaubt an den Erfolg von Bibissidou, die auch Events mit bis zu 150 Personen veranstalten kann. „Die Menschen, die mich verstehen, schaffen es“, bekräftig Rosin. „Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe“. Er schätzt, dass etwa zwei Drittel seiner seit 2009 gecoachten Gastronomen erfolgreich sind. Im „Soulas“ am Karlsplatz geht es am Montag los. So viel verrät Rosin: es gibt kein Gyros, und die Gerichte kosten zwischen 3,90 und 14 Euro.

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Erstellt:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2018, 06:00 Uhr

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