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TV-Übertragung

Oliver Kahn und Co. müssen daheim bleiben

Aus Kostengründen schicken ARD und ZDF keine Expertenteams zur Fußball-WM nach Russland.

06.09.2017
  • SID

Frankfurt. „Olli und Olli“ fahren nicht zur WM: Die Öffentlich-Rechtlichen wollen bei der Fußball-Endrunde 2018 in Russland massiv Kosten sparen und lassen sogar ihre Experten daheim. Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn und ZDF-Moderator Oliver Welke werden wie das ARD-Team in Baden-Baden statt in Moskau, Sotschi oder Sankt Petersburg auf Sendung gehen – die Zuschauer vor dem Fernseher sollen den Unterschied aber gar nicht merken.

„Kahn und Welke waren in den Entscheidungsprozess eingebunden und freuen sich genauso wie wir auf eine qualitativ mindestens gleichwertige Analyse wie in der Vergangenheit“, sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. Die Entscheidung für das mit dem Ersten geteilte Studio sei „aufgrund der beim Confed Cup gesammelten, positiven Erfahrungen“ getroffen worden.

Kahn und Welke hatten während der WM 2014 in Brasilien noch von einem Terrassendach am Strand von Rio de Janeiro über die Spiele berichtet. Was damals erhebliche Reise- und Hotelkosten verursacht haben dürfte, wollen beide Sender jetzt sparen.

Aus gutem Grund. Allein die Rechte an den WM-Spielen 2018 sollen beide Sender laut der Bild-Zeitung mehr als 200 Millionen Euro gekostet haben – 20 Millionen mehr als bei der EM 2016 in Frankreich, wo die Produktionskosten bei rund 20,5 Millionen Euro gelegen haben sollen (Brasilien: über 30 Millionen).

Erhebliche Kosten verursachte zudem das Gerangel um die Sublizenzierung der Rechte an den Olympischen Spielen bis 2024. Nach monatelangen, sehr zähen Verhandlungen mit dem US-Riesen Discovery waren beide Parteien Anfang August zu einer Einigung gekommen. Zahlen wurden damals nicht genannt.

Ausgaben schwer zu begründen

Die Millionen-Ausgaben nur für den Sport sind für ARD und ZDF immer schwieriger zu begründen. Schließlich sind die Öffentlich-Rechtlichen gebührenfinanziert – und ob der viel zitierte „öffentliche Auftrag“ rechtfertigt, das inzwischen irrsinnige Geschacher im Weltsport mitzumachen, ist zumindest fraglich. Deshalb wird der Rotstift angesetzt. Vor Ort werden deutlich kleinere Teams (Reporter und Techniker) im Einsatz sein. Statt ausschließlich mit teuren Übertragungswagen soll das Bild- und Tonmaterial auch mit sogenannten „LiveU“-Einheiten nach Deutschland geschickt werden, das sind Rucksäcke voll mit moderner Mobilfunktechnologie.

Ganz verzichten auf das russische Flair müssen die Experten-Teams in Baden-Baden aber nicht. Der Ort mit knapp 55 000 Einwohnern ist seit Jahren beliebt bei Touristen aus dem riesigen Land im Osten – nicht zuletzt wegen des großen Casinos. sid

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06.09.2017, 06:00 Uhr
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