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Trübe Atmosphäre im Fußball-Stadion

Offener Brief des SSV-Präsidenten an die Szene E

Die Stimmung war schon besser beim Fußball-Oberligisten SSV Reutlingen. Zumindest bei den Heimspielen im Kreuzeichestadion. Zuletzt beim Derby gegen den SSV Ulm weigerten sich nämlich wieder mal die Ultras der „Szene E“, ihr Team verbal zu unterstützen. War dann eine ziemlich ruhige Angelegenheit.

22.10.2015
  • Tobias Zug

Außer den Ulmer Fans war von den 1800 Zuschauern akustisch nicht viel zu vernehmen. Die „Szene E“ zeigte damit ihren Unmut, ihren angestammten Platz im Block E nicht einnehmen zu dürfen. Aus Sicherheitsgründen. Auch beim DFB-Pokalspiel gegen den Karlsruher SC war dies schon der Fall.

SSV-Präsident Karsten Amann wandte sich mit einem „offenen Brief“ auf der Internetseite des Klubs an die SSV-Fans, um das Problem und die Lösungsversuche des Vereins aus seiner Sicht zu erläutern. Fabian Maier, Sprecher der „Szene E“, lobt Amanns Einsatz in dem Interessenskonflikt: „Mit ihm sind wir ständig im Kontakt, er setzt sich wenigstens mit uns auseinander. Was aber auch seine Aufgabe ist, denn wir sind Mitglieder des Vereins – nicht mehr und nicht weniger.“

In dem Brief bezog sich Amann auf die Forderung der „Szene E“, „eine dauerhafte und gesicherte Zukunft in Block E“ zu haben, was „der SSV und auch ich persönlich nur allzu gut verstehen. Über so eine trübe Atmosphäre wie am Sonntag Abend an der Kreuzeiche freut sich niemand, das könnt Ihr uns glauben! Am wenigsten nutzt sie übrigens der Mannschaft.“

Amann betonte, dass der Verein nicht untätig gewesen sei. „Aber wir sitzen bei der Frage nicht allein am Tisch“, schrieb er, „die Szene E hat ihre Position, die Stadt hat ihre Position, und die Polizei hat ihre Position. Diese Positionen waren noch im Juni diametral entgegengesetzt, völlig unvereinbar, eine Lösung in weiter Ferne.“ Und weiter: „Wenn Stadt und Polizei die Öffnung von Block E bei Risikospielen – zumindest derzeit – ablehnen, dann kann sich der SSV dem nicht einfach widersetzen.“

Nach langen Verhandlungen stünden jetzt der Block E für die Ultras für alle weiteren Oberliga-Heimspiele dieser Saison offen. Allerdings lehnen Stadt und Polizei eine Öffnung des Blocks für die Szene E ab bei den als „Risikospielen“ titulierten Partien gegen Ulm und im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig.

Der Verein habe deshalb eine Genehmigung für eine Hintertortribüne beantragt – was die Stadt aus Sicherheitsgründen aber abgelehnt habe. „Wir haben dann eine Zusage für eine Zusatztribüne innerhalb des Blocks 2 für die Spiele gegen Braunschweig und Ulm erhalten“, berichtet Amann. Der Verein hätte dabei die Kosten übernommen. „Diese Zusatztribüne steht nur deshalb nicht, weil die Szene sie abgelehnt hat.“

Viele Mitglieder der Szene E fühlen sich derzeit beim SSV nicht willkommen. Passend dazu hat die Stadt einen Raum im Stadion für Eigenbedarf übernommen, den bis dahin die Ultras benutzt hatten. „Wir haben keine feste Perspektive“, sagt Maier, „es ist für uns nicht hinnehmbar, mal im Block E zu sein, mal wieder nicht.“ Die Ultras seien noch unschlüssig, was sie beim nächsten Heimspiel machen. Maier fragt rhetorisch: „Kann man nicht alles lassen wie in den letzten zehn Jahren, in denen nichts im Stadion abgerissen wurde…?!“

Offener Brief des SSV-Präsidenten an die Szene E
Sind verstimmt: die Reutlinger SSV-Ultras der „Szene E“. Archivbild: Ulmer

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22.10.2015, 12:00 Uhr
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