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Notierung fällt auf tiefsten Stand seit 2009 - Weiterer Rückgang erwartet

Ölpreis auf Talfahrt

Autofahrer freut es, Erzeugerländer bringt es in Schwierigkeiten: Der Ölpreis sinkt immer weiter. Die Erzeugerorganisation Opec greift nicht ein.

09.12.2015
  • AFP/DPA

New York. Der Ölpreis ist auf den tiefsten Stand seit fast sieben Jahren gefallen. In London fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent gestern erstmals seit Februar 2009 unter die 40-Dollar-Marke. In Deutschland nähert sich der Dieselpreis an den Tankstellen derzeit der Ein-Euro-Marke

Grund für den Ölpreisverfall ist die Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) vom Freitag. Die Opec kündigte an, ihre Fördermenge nicht zu drosseln. Damit bleibt es vorerst dabei, dass die Weltwirtschaft deutlich mehr Öl produziert als verbraucht.

Dahinter steht ein Kampf um Marktanteile: Das Opec-Kartell mit Saudi-Arabien an der Spitze und die US-Fracking-Industrie fördern um die Wette. So dürfte das Angebot hoch bleiben, denn mit dem Iran kommt ein wichtiger Förderer zurück. Nachdem sich Teheran mit dem Westen auf einen Kompromiss zum Nuklearprogramm geeinigt hat, verkauft es sein Öl wieder auf dem Weltmarkt. "Nach dem Ende der Sanktionen ist es unser Recht, sofort wieder zum Produktionslevel zurückzukehren, das wir im historischen Durchschnitt hatten", sagte Irans Ölminister Bijan Namdar Zanganeh.

Die Aussicht auf 2016 macht den Erzeugern daher wenig Mut. "Die Stimmung am Markt hat erneut zum maximalen Pessimismus gedreht - die Rede ist wieder vom 20-Dollar-Ölpreis", heißt es im Ausblick des Analysehauses Energy Aspects. Und das, obwohl der Preis für Rohöl in den vergangenen anderthalb Jahren bereits um mehr als 60 Prozent gefallen ist.

Zudem könnten die Ölpreise im nächsten Jahr auch durch eine Abschwächung der Weltwirtschaft unter Druck geraten, die den Energiebedarf dämpft. Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge stellen die drastisch gesunkenen Rohstoffpreise eines der größten Risiken für die Konjunktur dar. Zwar profitieren Länder wie Deutschland von dem Preisrutsch, doch global gibt es zahlreiche Verlierer - vor allem Venezuela, den Irak und Nigeria. Vor negativen Folgen niedriger Ölpreise warnt auch die Internationale Energieagentur (IEA). "Niedrigere Preise sind nicht nur gute Nachrichten für Verbraucher", heißt es im Jahresbericht der Energieagentur. So bestehe das Risiko, dass notwendige Investitionen in die Ölförderung unterblieben.

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09.12.2015, 08:30 Uhr
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