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Mit Engelszungen

Öffentlichkeitsarbeit auf allen Kanälen

Bei besonderen Straftaten, wie etwa beim Amoklauf in München, dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin oder auch vor kurzem bei der Amokfahrt in Heidelberg, reagiert die Polizei inzwischen mit moderner Kommunikation: Auf Facebook und Twitter werden Informationen gepostet und Gerüchte dementiert.

07.03.2017
  • Michael Frammelsberger

Seit zwei Wochen hat auch das Polizeipräsidium Reutlingen eine eigene Facebookseite und einen Twitteraccount. „Wir haben die Auftritte eingerichtet, um auch diese wichtigen Kommunikationswege aktiv nutzen zu können“, erklärt Pressesprecherin Andrea Kopp. Das sei einfach zeitgemäß, außerdem könnten sich so viele Menschen direkt an der Quelle informieren.

Knapp 3000 User folgen der Reutlinger Polizei bereits auf Facebook. Momentan sehen sie vor allem die täglichen Polizeiberichte, die zuvor auch schon an anderer Stelle im Internet veröffentlicht wurden. Außerdem wollen die Beamten das Medium für besondere Hinweise nutzen, zum Beispiel gibt es momentan Werbung für die Ausbildung zum Gesetzeshüter. „Wir schauen was gerade Thema ist und was wir präventionstechnisch machen können“, sagt Kopp.

Ein Beamter ist hauptamtlich für die Social Media-Auftritte zuständig. „Das ist eine tagfüllende Aufgabe“, erklärt Kopp. Die einzelnen Posts müssten vorbereitet werden, außerdem muss immer jemand einen Blick auf die Seite werfen. Ausgesucht wurde der Facebookbetreuer in einem internen Verfahren, interessierte Polizisten „mit umfassenden Kenntnissen“ konnten sich bewerben. „Das ist ein ganz normaler Polizeibeamter“, erläutert Kopp. Eine spezielle Ausbildung gibt es nicht, allerdings haben sich die Reutlinger ein wenig bei anderen Präsidien umgesehen, die schon länger in den sozialen Netzwerken aktiv sind. Auch die anderen Pressesprecher haben einen Blick auf die Seite. Wenn sie nicht da sind, schaut das Führungs- und Lagezentrum vorbei.

Beim Schreibstil im Internet will das Reutlinger Präsidium einen Mittelweg finden. Polizeiliche Ausdrücke sollen vermieden werden, man wolle aber nicht in „seltsame Ausdrücke“ verfallen, die im Internet verbreitet sind, sagt Kopp. „Das ist aber alles im Fluss, jedes Präsidium geht seinen eigenen Weg“, erklärt die Pressesprecherin.

Außerhalb spektakulärer Einsätze — im Polizeisprech „Lagen“ genannt — dominiert bei der Betreuung der Facebookseite der Alltag. Im Internet verbreitete Probleme, wie Beleidigungen in Kommentaren, gibt es natürlich auch auf dem Polizeiangebot. Wenn ein Kommentar strafrechtlich relevantes, wie etwa eine Volksverhetzung, enthalte, wird er verborgen und gegen den Autor ermittelt, erklärt Kopp. Gegen einen User hat das Reutlinger Präsidium schon Anzeige erstellt, er hat auf der Facebookseite Polizisten beleidigt. Vor allem bei einem Bericht zur Verhaftung dreier mutmaßlicher Cannabis-Dealer ging es in der Kommentarspalte hoch her, viele Nutzer zeigten — teilweise recht drastisch — ihr Unverständnis. Mit den neuen Social Media-Auftritten wird die Polizei also in Zukunft ganz schön beschäftigt sein.

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07.03.2017, 01:00 Uhr
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