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Nur Zwang bewirkt etwas

Kommentar zu Frauenquote bei Zalando

Auszug aus dem Rechenschaftsbericht eines großen Unternehmens: „Die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand ist weiterhin null. Diese Zielgröße wurde unverändert erreicht.“

16.10.2019

Von Caroline Strang

Das ist kein Einzelfall. Ein Drittel von 160 befragten deutschen börsennotierten Unternehmen wollen in den nächsten Jahren genau null Frauen in den Vorstand lassen: Stellen besetzt, Herren unter sich. Eine schlimme Aussicht.

Wer beim Wort Frauenquote die Augen verdreht, sollte solche Tatsachen im Hinterkopf haben. Auch wenn die Quote eine Beleidigung für jede gut ausgebildete, starke Frau ist – sie ist unumgänglich. Nur Zwang hilft, entweder selbst auferlegt oder durch die Politik verordnet. Für Schneckentempo ist schlicht keine Zeit mehr. Wir brauchen mehr fähige Frauen an der Spitze der Unternehmen.

Dass Zalando bisher keine Chefinnen beschäftigt hat, ist angesichts des hohen weiblichen Kundenanteils ein Witz. Höchste Zeit für einen Kulturwechsel. Immerhin gibt es bei SAP inzwischen auch die erste Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns.

Solange so etwas vermeldet wird, sind wir auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht angekommen. Vielleicht kennen unsere Kinder oder Enkel das Wort Frauenquote nicht mehr, weil eh alle die gleichen Chancen bekommen. Dafür ist noch einiges zu tun.

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Erstellt:
16. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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