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Nur Neymar sorgt für etwas Glanz
Neymar, der Superstar des FC Barcelona, spielt für Brasiliens Olympia-Auswahl. Foto: dpa
Olympia-Fußball

Nur Neymar sorgt für etwas Glanz

Kein Messi, kein Ronaldo, kein Ibrahimovic: Olympia bleibt das ungeliebte Kind der Fußballfamilie. Die Vereine sind den meisten Spielern wichtiger.

02.08.2016
  • SID

Rio de Janeiro. Cristiano Ronaldo? Winkte frühzeitig ab. Zlatan Ibrahimovic? Konzentriert sich lieber auf Manchester United. Lionel Messi? Hat genug von Argentinien. Wenn an diesem Donnerstag in Brasilien das olympische Fußballturnier beginnt, fehlen zahlreiche Stars, auf die der Weltverband Fifa insgeheim gehofft hatte. Mehr denn je gilt: Olympia bleibt das ungeliebte Kind der so oft zitierten Fußballfamilie. Zumindest bei den Männern.

Kaum zu glauben: Noch 2008 hatte Messi sogar vehement auf die Olympia-Teilnahme gedrängt. Erst nach einem Rechtsstreit zwischen dem FC Barcelona und der Fifa wegen der inzwischen aufgehobenen Abstellungspflicht durfte er fahren – und holte prompt Gold. Auch Portugals Cristiano Ronaldo, der Italiener Andrea Pirlo oder der brasilianische Weltstar Ronaldinho nahmen einst an den Olympischen Spielen teil.

Und heute? Abgesehen von dem Gastgeber, der mit Neymar und Rafinha, dem Bruder von Bayerns Thiago, protzt, ist der Promifaktor bei den 16 Teilnehmern überschaubar. Zwar durfte jeder Trainer für seine U-23-Auswahl auch drei ältere Profis nominieren, die von der Fifa erhofften Weltstars sind aber nicht darunter. Wer kennt schon Oribe Peralta? Wer weiß, dass der 32-Jährige vor vier Jahren Mexiko zum Olympia-Sieg geschossen hat?

„Wenn man professionell Fußball spielt, gibt es größere Events als Olympia“, sagte unlängst Hans-Joachim Watzke, der Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Er ist mit seiner Meinung nicht allein. Auf die Spitze trieb es Yussuf Poulsen von Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig. Der Däne stand schon auf der offiziellen Fifa-Liste, als er kurz vor dem Abflug nach Rio einen Rückzieher machte. Der Klub sei wichtiger, so teilte Poulsen mit.

Ähnliches bekam auch Horst Hrubesch bei seiner Suche nach 18 Fahrern für Rio zu hören. Die Eingewöhnung bei einem neuen Verein – wie beim Neu-Leverkusener Kevin Volland oder dem nach Leipzig gewechselten Timo Werner – hatte Vorrang. Gleiches galt für Qualifikationsspiele für den Europapokal, wie beim Gladbacher Mahmoud Dahoud oder den Berlinern Niklas Stark und Mitchell Weiser. „Andere Nationen hatten viel mehr Probleme als wir“, sagt DFB-Sportdirektor Hansi Flick. In der Tat: Während der Bundesliga-Start extra um eine Woche verschoben wurde, beginnt die Saison in England schon am 13. August. Klubs wie Arsenal und Tottenham verweigerten zahlreichen Spielern prompt die Freigabe.

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02.08.2016, 06:00 Uhr
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