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Tübingen

Nur Mut!

Zwölf junge Syrer luden die beiden Oberbürgermeister Boris Palmer und Stephan Neher zu einem Gespräch in ihren Sprachkurs ein („Palmer beeindruckt von Syrern“, 9. Februar).

10.02.2018

Von Matthias Schuh, Tübingen

Man muss den syrischen Sprachschülern von Vivat Lingua wirklich dankbar sein, dass sie Herrn Palmer die Möglichkeit eröffnet haben, nach seinen „bisher nur negativen Erfahrungen mit Flüchtlingsgruppen“ nun endlich einmal auch einen positiven Dialog mit geflüchteten Menschen führen zu dürfen.

Gratulation auch an Herrn Palmer, dass er sich auf dieses Gesprächsangebot einlassen konnte. Für jemanden, dessen Verständnis eines Dialogs mit (!) Geflüchteten einstmals darin gipfelte, sich mit Polizeischutz im Rücken vor einer Sammelunterkunft aufzubauen und deren Bewohner durch ein Megaphon anzuquaken, ist das sicher ein großer Schritt.

Möge Herrn Palmer diese positive Erfahrung lange in Erinnerung verbleiben und ihn zu vielen weiteren guten Gesprächen mit den in unserer Stadt lebenden Geflüchteten motivieren – vielleicht heißt das nächste in seiner Freizeit verfasste Buch ja dann: „Warum wir mit Geflüchteten sprechen sollten, statt über Geflüchtete zu posten“.

Solche positiv erlebbaren Gespräche sind übrigens durchaus auch bei Noch-Vorhandensein einer höheren Sprachbarriere möglich. C1-Niveau ist natürlich schon sehr fortgeschritten und damit „nice to have“.

Für die „Augenhöhe“ grundlegender als das Sprachniveau ist aber zunächst einmal die Wahrnehmung des Gegenübers als gleichwertiges und gleichberechtigtes Individuum, gleich welcher Herkunft.

Alles andere kriegt mensch dann kommunikatorisch auch erstmal mit „Händen und Füßen“ und gegebenenfalls einem Dolmetscher hin – also nur Mut!

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Erstellt:
10. Februar 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Februar 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2018, 01:00 Uhr

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