Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Im Café Haag gibt es jetzt vier Mal pro Woche Suppe mit Theater

Nudelsuppe macht glücklich

Rund dreißig Leute waren dabei, als gestern Mittag im Café Haag eine „Tübinger Weltpremiere“ über die Bühne ging: das erste Suppentheater der Welt.

20.10.2014

Von Angelika Brieschke

Tübingen. Japanische Nudelsuppe mit Improvisationstheater zu einer kurzweiligen Mittagspause zu kombinieren – diese Idee hatte Volker Quandt, Tübinger Theatersport-Erfinder, schon vor einiger Zeit. Seine Idee war einigermaßen naheliegend, denn Quandts Ehefrau Shoko ist nicht nur Japanerin, sondern auch eine geübte Köchin. Sie hat den kulinarischen Part beim Suppentheater übernommen. Am gestrigen Montag war es nun soweit: Gut dreißig Leute meist mittleren Alters hatten sich auf den Weg zur lustigen Mittagspause ins Café Haag gemacht.

Die japanische Suppe des Tages war: Shoyu-Ramen, also weiße Nudeln mit Sojasauce und Schweinefleisch, Bambus, Seetang, Lauch und Ei – mit Stäbchen. Ungeübte Europäer konnten zum Holzlöffel greifen und sich beim an die Wand geworfenen Video über die richtige Atemtechnik fürs gekonnte Suppe schlürfen informieren. Denn Schlürfen muss man die Suppe: Die Nudeln sind so lang – ohne Ansaugen bekommt man die gar nicht vollständig in den Mund.

Zettelchen mit Suppenzitaten

Um halb eins war es an der Zeit für das Bühnenprogramm. Volker Quandt begrüßte zur „Tübinger Weltpremiere“ und versprach, dass jeden Tag verschiedene Suppen und unterschiedliches Programm geboten werde. Gestern waren für den lustigen Part des Suppentheaters die Theatersportler Jakob Nacken (als Pianist und eifersüchtiger Medizinprofessor), Mirjam Woggon (als hühnerzüchtende Medizinprofessorengattin, Bettlerin, Taube und Schlagersängerin) und Bernd Kohlhepp (als studentischer Detektiv, Schlagersänger und Kardamonexperte aus Bhutan) zuständig – und viele auf den Boden gestreute Zettelchen mit Suppenzitaten, von denen ab und an eines von den Theaterleuten vorgelesen wurde. Zum Beispiel: „Ein Haar in der Suppe missfällt uns sehr, selbst wenn es vom Haupt der Geliebten wär.“ Oder: „Nudelsuppe macht glücklich.“ Ein Zitat, das nach zwanzig Minuten Impro-Programm wohl alle im Publikum unterschrieben hätten.

Info Das Suppentheater im Café Haag wird bis 11. Dezember jeweils montags bis donnerstags immer um 12 Uhr angeboten, ab 3. November zusätzlich um 13 Uhr. Suppe und Theaterpersonal ist jeden Tag anders. Die Suppe gibt es auch vegetarisch.

Zum Artikel

Erstellt:
20. Oktober 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Oktober 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2014, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+