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Wertheim

Notunterkunft jetzt eine Lea

Aus der Notunterkunft in der früheren Polizeiakademie in Wertheim ist eine reguläre Erstaufnahmeeinrichtung des Landes (Lea) geworden. Die Leitung hat der Berufschullehrer und SPD-Stadtrat Mirco Göbel übernommen.

17.10.2015
  • HGF

Wertheim Regierungspräsident Johannes Schmalzl bezeichnete ihn bei der Einsetzung als "gut vernetzt, hoch engagiert und einen Organisationsprofi".

Diese Lea im Stadtteil Reinhardshof soll ihre Kapazität durch eine "Nachverdichtung" von 600 auf 1000 Personen erhöhen. Dadurch werden die Zimmer stärker belegt. Durch zusätzliche Stockbetten können in den Räumen bis zu acht statt bisher vier Flüchtlinge schlafen.

Die Einrichtung ist nicht voll arbeitsfähig. Noch ist nicht sicher, dass auch die Bundesanstalt für Migration und Flüchtlinge dort vertreten sein wird, um Asylanträge entgegenzunehmen. Die Wertheimer Stadtverwaltung ist verärgert über das ihrer Ansicht nach mangelhafte Sicherheitskonzept. Entgegen früherer Zusagen wird es offenbar doch keinen Polizeiposten auf dem Gelände geben.

In der Nähe der Flüchtlingsunterkunft war eine Sporthalle bei einem Anschlag angezündet worden. In dem Gebäude waren bereits 330 Feldbetten für eine provisorische Unterbringung aufgestellt. Obwohl die Stadt eine Belohnung von 5000 Euro ausgelobt hat, gibt es keine nützlichen Hinweise auf den oder die Brandstifter.

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17.10.2015, 12:00 Uhr
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