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Ab 2025 Stopp für Benziner – Auto-Präsident: Ökologische Planwirtschaft

Norwegen setzt auf E-Autos

Norwegen plant, ab 2025 Neuwagen mit Verbrennungsmotoren zu verbieten. In Deutschland findet die Idee dagegen nur wenige Anhänger.

17.08.2016
  • DPA/DIK

Oslo/Berlin. Die deutsche Autoindustrie hält nichts davon, bereits ab dem Jahr 2025 keine neuen Benzin- und Diesel-Autos mehr zuzulassen, wie dies Norwegen plant. „Die drastischen Maßnahmen, die jetzt die norwegische Regierung plant, haben mit einem marktwirtschaftlichen Ansatz nichts mehr zu tun“, erklärte Auto-Präsident Matthias Wissmann in Berlin. Sie bereiteten den Weg in eine ökologische Planwirtschaft.

„Die Politik war immer dann schlecht beraten, wenn sie Technikvorgaben machte, statt Grenzwerte zu definieren“, so Wissmann. Auch Daimler plädierte für einen technologieoffenen Weg. Langfristig setze man auf einen hohen Anteil von Elektroautos, sagte eine Firmensprecherin, ohne sich auf einen Zeitplan festzulegen. Der ökologische Verkehrsclub VCD hält es für sinnvoll, ab 2030 keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen, wenn diese 2050 ganz von den Straßen verschwunden sein sollen.

Die norwegische Regierung plant, ab 2025 neue Benzin- und Dieselfahrzeuge ganz zu verbieten. Damit soll der Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen verringert werden. Dies ist ein wichtiger Punkt im Nationalen Transportplan, der derzeit im Land heftig diskutiert wird. Der Transportsektor ist für ein Drittel des CO2-Ausstoßes in Norwegen verantwortlich.

Das skandinavische Land mit gut fünf Millionen Einwohnern fördert bereits seit Jahren die Anschaffung von Elektroautos mit Steuererleichterungen und Abgabenfreiheit. Das hat den Verkauf mächtig angekurbelt: 15 Prozent aller neu zugelassenen Pkw fahren mit Strom. Das Land gewinnt nahezu 100 Prozent seines Stroms aus den umweltfreundlichen Quellen Wasser und Wind. Zudem verfügt es aufgrund der großen Öl- und Gasvorkommen über hohe Staatseinnahmen. Allerdings plant die Regierung aus Konservativen und Liberalen, die massive Förderung bereits ab 2018 schrittweise zu reduzieren.

Das Hauptproblem der Elektroautos ist die Batterie. Norwegen ist etwas größer als Deutschland, aber viel weniger dicht besiedelt. Mit einem Nissan Leaf für rund 21 000 Euro kommt man rund 200 Kilometer weit. Ladestationen sind noch selten zu finden. 2015 wurden rund 150 000 Pkw neu zugelassen. Davon stammte knapp die Hälfte aus Deutschland oder aus ausländischen Werken deutscher Konzerne.

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17.08.2016, 06:00 Uhr
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