Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Für Maria Böhmer (CDU) ist Deutschland Integrationsland

Noch ein weiter Weg

Die CDU hatte gestern in die Volkshochschule zu einem Informationsgespräch mit der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer über Migration eingeladen.

23.07.2009
  • Katharina Mayer

<strong>Reutlingen.</strong> Für den Bundestagsabgeordneten Ernst-Reinhard Beck war‘s „ein kleiner Reutlinger Integrationsgipfel“. Eingeladen hatte die CDU Vertreter der Stadt, Ausländerräte, Muslime sowie Vertreter von Schulen, VHS und Polizei.

„Wenn man nach Reutlingen kommt, weiß man schon, man kommt in eine Integrationsstadt“, meinte denn auch die Bundes-Integrationsbeauftragte. Heute sei im Gegensatz zu früher klar, dass die Zukunft von Migranten am Migrationsort zu suchen ist. Auf Bundesebene habe sich diese Erkenntnis mittlerweile durchgesetzt, erklärte die Staatsministerin anhand der aktuellen Regierungspolitik.

Unter Kanzlerin Angela Merkel habe das Thema oberste Priorität erhalten: „Integration im Bundeskanzleramt als Chefinnen-Sache zu verankern“, sei eine erste Weichenstellung gewesen. „Wir reden nicht mehr über Migranten, sondern mit ihnen“, erklärte Böhmer und schnitt damit das Thema Spracherwerb als Voraussetzung für Teilhabe an. Hier müssten „alle Kräfte gebündelt werden“, forderte sie und verwies darauf, dass man in diesem Zusammenhang auch „viel mehr auf die Aus- und Fortbildung von Erzieher(inne)n achten“ müsse, was ein großes Anliegen der Frauenunion sei. Womit ein weiteres integratives Schlüsselthema zur Sprache kam: die Bildung.

Bis zu zwei Jahren Bildungsrückstand weisen Kinder von Migranten bei der Einschulung auf – auch dieser basierend auf mangelnden Sprachkenntnissen. Bis 2012 will die CDU die Zahl der Schulabbrecher halbieren, wozu aber mehr Personal erforderlich sei. Die Fragestellung laute nun: „Wie gestalten wir die Schule als Ort für Integration?“ Für Böhmer spielen dabei die Ganztagesschulen eine wichtige Rolle.

Ein weiteres Thema, das mit der Bildung ebenso zu tun hat wie mit dem demographischen Wandel, war die Anerkennung akademischer und handwerklicher Abschlüsse von Migranten. Hier wolle man in der nächsten Legislaturperiode mit einer Gesetzesinitiative Rechtssicherheit für die Betroffenen schaffen und den Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren festschreiben. Der derzeitige Zustand sei „eine eindeutige Verschwendung von Ressourcen“.

Trotz Erfolgen wie dem Integrationsgipfel und nationalen Integrationsplan habe man „noch einen langen Weg zu gehen“ und „viele Versäumnisse der letzten Jahre aufzuholen“. Die doppelte Staatsbürgerschaft für Menschen aus Nicht-EU-Ländern lehnte Böhmer ab. Erstmals aber habe die CDU Integration als eigenes Thema im Wahlkampf ausgewiesen. Denn: „Deutschland“ sagte sie, „ist ein Integrationsland.“

Noch ein weiter Weg
Integrationsbeauftragte Maria Böhmer war gestern in Reutlingen Bild: Haas

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.07.2009, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen M&ouml;ssingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Gästeführer (1): Manfred Bayer Ein Gedicht ist immer dabei
Renate Angstmann-Koch über Gästeführerinnen und -führer Tübingen-Liebhaber und Menschenfreunde
Konzert: Von Wegen Lisbeth Gefährder im Weinberg
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular