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Tierfriedhof am alten Bahnwärterhaus

Noch dieses Jahr soll Begräbnisstätte eröffnet werden

Seit Wochen lichten sie das Gestrüpp um ein altes Bahnwärterhaus am Ortsausgang von Mössingen. Dort, am Rande des Gewerbegebiets Schlattwiesen, entsteht eine ganz und gar ungewöhnliches Pärkchen: ein Tierfriedhof.

13.10.2012

Von Ernst Bauer

Mössingen. „Ich bin begeistert“, sagt Siegfried Maier. Die Lage hier – am Ortsrand von Mössingen, unmittelbar am Kreisverkehr von Nehren her – sei ideal. Keine Nachbarn, mit denen man ins Gehege kommen könnte. Vis-à-vis das ehemalige Disco-Grundstück der Stadt am Nordring, auf dem nun eine Tankstelle gebaut werden soll.

Schon lange haben sich Anna und Siegfried Maier aus Rübgarten um das 35 Ar große Grundstück am Bahndamm bemüht. Er ist selbstständiger Dienstleister, sie Hausfrau, und beide sind große Tierfreunde. Sie kennen viele Leute, ältere Menschen vor allem, die gerne so eine Begräbnis- und Trauerstätte für ihren geliebten Hund, ihre geliebte Katze hätten. „So ein Tierle ist für manche der ganze Lebensinhalt“, sagt Anna Maier, die Betreiberin des Kleintierfriedhofs sein wird – des einzigen weit und breit.

In Pfullingen gibt es einen, aber nur für Mitglieder im Tierschutzverein; in Stuttgart-Fasanenhof sei der nächste zu finden, weiß Anna Maier. Ihr schwebt ein Kleintierfriedhof wie in Wangen im Allgäu vor – ruhig, etwas abseits gelegen, in die Landschaft eingebettet. Das ist direkt an der viel befahrenen Ortsumgehung zwar etwas schwierig zu realisieren – allenfalls als grüne Insel neben der Verkehrsinsel. Doch das denkmalgeschützte Bahnwärterhaus fristete dort jahrzehntelang eine Art Dornröschendasein. Und Anna Maier freut sich, dass nun doch alles so reibungslos klappt, nachdem man lange auf die Baugenehmigung warten musste – seit März 2011. Anfang kommender Woche „kriegen wir den Schuppen“, erzählt sie, eine Gerätehütte; das Fundament ist schon fertig. Dann wird eingezäunt, ein Graben gezogen und die Drainage verlegt. Die Stadt will das alte Bahnwärterhaus im November herrichten – „da kommt das Büro rein“. 400 Grabstellen für Kleintiere können angelegt werden.

Und wann wird das Ganze fertig sein, der Tierfriedhof eröffnet? „Ich hoffe, dass wir es noch auf Dezember hin schaffen“, sagt Anna Maier – „sofern das Wetter mitmacht.“

Das Bahnwärterhaus ist denkmalgeschützt, da kommt das Büro rein. Daneben entsteht eine Gerätehütte.Bild: Bauer

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Erstellt:
13. Oktober 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Oktober 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2012, 12:00 Uhr

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