Nicht mehr zeitgemäß

Kommentar zum Aus für die Maestro-Funktion

Es ist noch bis mindestens Mitte 2023 Zeit, für viele auch länger: Die Girocard mit Maestro-Zeichen kann noch eine Weile weltweit an Geldautomaten und der Ladenkasse eingesetzt werden.

23.10.2021

Von Rolf Obertreis

Aber sie ist eigentlich heute schon nicht mehr wirklich zeitgemäß. Denn sie kann weder für Käufe im Internet genutzt noch mit dem Smartphone eingesetzt werden. Dazu ist in der Regel eine – teurere – Kreditkarte notwendig.

Mittlerweile bieten einige Sparkassen eine neue Girocard an, die diese Mängel beseitigt. Meist ist sie kostenfrei. Noch. Die Geldhäuser werden sie über kurz oder lang in Rechnung stellen. Das kann man kritisieren, aber faktisch ist es eine neue Dienstleistung, die Kosten verursacht.

Überhaupt geht es bei der ganzen Sache natürlich ums Geld. Mastercard will Kreditinstitute auf die eigene, universal einsetzbare und Internet-affine Debitkarte ziehen. Wofür das Unternehmen die Hand aufhält. Ähnliches ist vermutlich auch bald bei Visa zu erwarten.

Geldhäuser in Deutschland überlegen sich andererseits, ob sie auch in Zukunft bei privater Bargeldbeschaffung am Automaten und im Zahlungsverkehr international von den beiden US-­Riesen und auch von Google, Apple oder Paypal abhängig sein wollen. Die bisherigen Anstrengungen, eigene Systeme aufzubauen, haben allerdings überschaubaren Erfolg.

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Erstellt:
23. Oktober 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. Oktober 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2021, 06:00 Uhr

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