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Land ordnet Flüchtlingsströme neu - Ziel: Weniger eigenmächtige Abreisen

Nicht länger unregistriert

Um das eigenmächtige Verschwinden unregistrierter Asylbewerber zu stoppen, will Baden-Württemberg Flüchtlinge zunächst zentral unterbringen.

02.12.2015
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Baden-Württemberg ordnet nach Informationen der SÜDWEST PRESSE ab heute die Flüchtlingsströme innerhalb des Landes neu. Mit Hilfe der Reform der Strukturen soll das oft beklagte, unkontrollierte Verschwinden noch nicht registrierter Flüchtlinge begrenzt werden. In Regierungskreisen heißt es, das Land hoffe so zudem Flüchtlinge rascher an Stadt- und Landkreise weiterleiten und dadurch einen befürchteten Notstand in den Landesunterkünften in der Weihnachtszeit vermeiden zu können.

"Flüchtlinge aus der Deutschlandverteilung kommen ab sofort ausschließlich direkt in die zentrale Registrierungsstelle in Heidelberg und werden dort innerhalb von wenigen Tagen registriert und können im Idealfall auch ihren Asylantrag stellen", sagte ein Sprecher der zuständigen "Lenkungsgruppe Flüchtlingsunterbringung" dieser Zeitung. Da in Heidelberg gewährleistet sei, "dass die Flüchtlinge innerhalb von maximal zwei Tagen registriert sind, sind die Ursachen für einen möglichen Schwund weitgehend ausgeräumt". Unter anderem um dieses Phänomen in den Griff zu kriegen, habe die Stabsstelle "das Verfahren von Ankunft und Registrierung angepasst".

Ein Teil der Flüchtlinge kommt auf oft unbekannten Wegen direkt bei den Erstaufnahmestellen des Landes an. Der andere Teil wird Baden-Württemberg über einen deutschlandweiten Verteilschlüssel zugewiesen. Dieses Kontingent ist bislang zunächst auf die Erstaufnahmestellen und Notunterkünfte des Landes verteilt worden, die noch Kapazitäten gemeldet hatten. Von dort aus sollten sie dann später zur Registrierung nach Heidelberg gebracht werden. In der oft wochen-, teils monatelangen Wartezeit haben aber nicht wenige Flüchtlinge - Kritiker sprechen von mehreren Zehntausend, die Stabstelle von vereinzelten Fällen - ihre Notquartiere auf eigene Faust verlassen.

Das Ziel der Abgänger dürften andere Bundesländer oder Staaten wie Schweden oder die Niederlande sein, wo sie sich schnellere Verfahren, bessere Asylaussichten oder schlicht das Wiedersehen mit Freunden und Verwandten erhoffen. Die hiesigen Behörden verlieren dadurch aber den Überblick, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich wo im Land aufhalten.

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02.12.2015, 08:36 Uhr
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