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New Kids Turbo

New Kids Turbo

Schrille Comedy um fünf arbeitslose Prolenten nach einer vor allem im Internet populären holländischen TV-Serie.

Jetzt im Kino: Die Vokuhila-Prolls vom Internet geben sich die Ehre - "New Kids Turbo"

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Jetzt im Kino: Die Vokuhila-Prolls vom Internet geben sich die Ehre - "New Kids Turbo" --

01:39 min

Niederlande

Regie: Steffen Haars, Flip van der Kuil
Mit: Huub Smit, Tim Haars, Wesley van Gaalen, Steffen Haars, Flip van der Kuil

- ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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25.04.2011
  • Klaus-Peter Eichele

Das Prekariat schlägt zurück! Im Kaff Maaskantje gehen Arbeitslose dem Jobvermittler an die Gurgel, vermöbeln den Gerichtsvollzieher und prellen im Supermarkt demonstrativ die Zeche. Das Beispiel macht landesweit Schule, und bald rückt die Staatsmacht den Anstiftern des Aufruhrs mit Panzern und Bombern auf die Pelle. Ist das die filmische Blaupause für kommende Sozialrevolten?

Eher ist „New Kids Turbo“ ein Exempel für die Macht des Internets. Dort begann vor einiger Zeit der Triumphzug der holländischen Trash-Comedy-Serie. Völlig unerwartet hat das erste Leinwandabenteuer der fünf verwahrlosten Lumpenproleten diese Woche im Handstreich die Spitze der deutschen Kinocharts geentert – der einzige Silberstreif für die vom Frühsommer schwer gebeutelte Kinobranche. Mancher Kinobetreiber musste dafür allerdings einen von sauflustigen Halbstarken verschandelten Kinosaal in Kauf nehmen.

Der rauschende Erfolg des Bodensatz-Quintetts könnte darin begründet liegen, dass sich noch der bildungsfernste Zuschauer diesen Typen gegenüber wie ein Monster an Intellekt vorkommen muss. Mit ihren Schnäuzern und Vokuhila-Frisuren, dem Faible für Dosenbier, Bauern-Techno, Trainingshosen und tiefer gelegte Karren wirken sie wie einem Mantafahrer-Witz der achtziger Jahre entschlüpft. Kommuniziert wird in einer flämisch eingefärbten Stammelsprache mit „Homo!“ und „Fotze!“ als Hauptzutaten.

Als Role-Models für den Widerstand gegen die Hartz-IV-Knute taugen diese grenzdebilen Kotzbrocken demnach nicht. Auch ist ihre Revolte im Film mehr dummen Zufällen und der Laune des Augenblicks geschuldet als einem ausgeklügelten Plan.

Und ist das nun lustig? Für Fans geschmackvoller Konversations-Komödien und ausgefeilter Sozialsatiren ganz sicher nicht. Andererseits hat das unstillbare Verlangen dieser Hooligans nach sofortiger Triebabfuhr auf niedrigstem Niveau schon eine gewisse anarchische, womöglich subversive Note. Steckt hinter der Lust (auch der Zuschauer) am verrülpsten Sich-Gehenlassen etwa nicht ein tiefes Unbehagen am gnadenlosen Leistungsdruck in Schule, Studium, Beruf?

Ein Verbot, wie von einem CSU-Politiker beim Islamisten-Klamauk „Four Lions“ ins Spiel gebracht, steht freilich nicht zur Debatte. Wegen Realitätsferne sei „eine sozialethische Desorientierung Jugendlicher“ nicht zu befürchten“, beruhigt die FSK.

Spielplan

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25.04.2011, 12:00 Uhr | geändert: 11.05.2011, 12:00 Uhr
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06.05.2011

12:00 Uhr

New Kids Turbo schrieb:

Klasse Stimmung im Saal und total lustiger Film!



01.05.2011

12:00 Uhr

Askger schrieb:

Nicht witzig!



01.05.2011

12:00 Uhr

oops soo schlecht schrieb:

Der Film ist jenseits der Schmerzgrenze unterirdisch schlecht. Ich bin fürs Anschauen bezahlt worden, sonst hätte ich mir das nie angetan...realitätsverzerrend und jugendgefärdend! Am Liebsten kein Stern!!!!



 
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