Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Drei Standorte für sechzig Sozialwohnungen

Neues Baurecht

Trotz einiger Kritik an der beabsichtigten Nachverdichtung hat der Tübinger Rat am Montag drei Planwerke für den Bau von Sozialwohnungen in Auftrag gegeben.

23.07.2009

<strong>Tübingen.</strong> Nach langer Abstinenz rückt die Landesregierung heuer erstmals wieder Geld für den Sozialen Wohnungsbau heraus: Insgesamt stehen 15 Millionen Euro für zinsverbilligte Darlehen bereit. Mit diesem Förderprogramm und bei Bedarf mit zusätzlicher Hilfestellung durch die Stadt, die sich zur preisgünstigen Abgabe von Erbpacht-Bauplätzen entschlossen hat, sollen in Tübingen 100 Sozialwohnungen entstehen.

Die ersten 60 dieser Wohnungen wollen die Kreisbau-Gesellschaft, die Sigmaringer GSW und die städtische GWG auf eigenen Grundstücken bauen. Die GWG möchte ihr Hirschauer Quartier an der Ecke Heerweg/Fehrenweg mit zwei weiteren Häusern (22 Wohnungen) verdichten. Die Kreisbau plant 23 neue Wohnungen auf ihren Grundstücken am Brahmsweg (Wanne). Und die Sigmaringer GSW möchte auf eigenem Terrain an der Ecke Galgenberg-/Königsberger Straße ein bis zu vierstöckiges Mietshaus mit 14 Wohnungen errichten.

Wie überall, wo Freiräume überplant und gewachsene Wohnstrukturen verdichtet werden, regte sich auch an diesen drei Standorten bereits Widerstand. Am meisten an der Königsberger Straße, wo die Südstadt-BI eine Ghettoisierung von Sozialmietern, den Verlust rarer Grünflächen und eine Einschränkung der Frischluft-Zufuhr befürchtet (wir berichteten). Diese Bedenken griff der scheidende AL-Stadtrat Christoph Hölscher in seiner letzten Sitzung am Montag auf und warnte davor, den „wachsenden Unmut der Bürger in der Südstadt“ zu übergehen.

Wie er riet auch seine Fraktionskollegin Helga Vogel, die Einwände der BI ernst zu nehmen und das GSW-Projekt trotz der bei diesem Planverfahren gebotenen Eile intensiv mit ihnen zu besprechen. Dabei müsse unter anderem geklärt werden, wie sich das Quartier rings um die Kreuzung Galgenberg-/Königsbergerstraße insgesamt entwickeln soll und wo dabei „die örtlichen Bedürfnisse nach Grünflächen“ befriedigt werden können.

Einen ähnlichen Diskussionsprozess forderte CDU-Fraktionschef Ulrich Latus auch für das GWG-Projekt in Hirschau, das er aber ebenso wenig in Frage stellte wie Vogel das neue Mietshaus der GSW in der Südstadt. Eine grundsätzliche Ablehnung war eher bei den Bedenken der WUT gegen das Kreisbau-Projekt auf der Wanne herauszuhören. „Eine so dichte Bebauung kann zu sozialen Brennpunkten führen,“ warnte die Ulrike Heitkamp, „die Menschen brauchen auch Luft zum Atmen.“

Die meisten im Rat hielten es mit FDP-Mann Dietmar Schöning: „Ich bin bereit, jedes einzelne Vorhaben im weiteren Planverfahren kritisch zu erörtern, aber ich will keineswegs auf die Sozialwohnungen verzichten, nur weil manche daraus gleich wieder einen sozialen Brennpunkt machen.“ Am Ende stimmte die große Mehrheit des Gemeinderats für die Entwicklung der drei von der Verwaltung geforderten Bebauungspläne.

sep

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.07.2009, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen M&ouml;ssingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Kommentar zur US-Missbrauchsstudie Blick in Abgründe
Leitartikel zum Verhältnis Europas zur Türkei Am längeren Hebel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular