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Neuer Zuwandererrekord
Deutschland wird als Einwanderungsland immer beliebter

Neuer Zuwandererrekord

Knapp zwei Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr nach Deutschland gezogen. Mehr als je zuvor. Doch nicht jeder bleibt. Mancher arbeitet ein paar Jahre und geht dann zurück in die Heimat.

22.03.2016
  • DPA

Wiesbaden. . Das gab es noch nie. Knapp zwei Millionen Zuwanderer zählten die Statistiker 2015 in Deutschland. Etwa 860 000 Ausländer verließen das Land wieder. Unterm Strich blieb ein Plus von etwa 1,14 Millionen Menschen. Das Statistische Bundesamt erhebt diese Zahlen seit 1950 - und einen derart hohen Wert hat die Behörde nie zuvor gemessen. Grund für den Rekord: die Flüchtlingskrise.

Deutschland ist auf Platz zwei der beliebtesten Einwanderungsländer weltweit gerückt, gleich hinter den USA. Bis 2014 lag der Zuwachs vor allem an Menschen aus anderen EU-Staaten, die frei entscheiden können, wo sie in der EU leben und arbeiten wollen. Auch jetzt kommen noch viele Menschen aus Süd- oder Osteuropa ins Land, um für einige Zeit hier zu arbeiten und danach wieder zurückzugehen oder in einen anderen EU-Staat weiterzuziehen. Ein großer Teil der "Fortzüge" aus Deutschland rührt daher.

Allerdings wird die Migration innerhalb der EU inzwischen überlagert von der großen Zahl an Flüchtlingen aus Nicht-EU-Staaten. Mehr als eine Million Asylsuchende registrierten die Behörden im vergangenen Jahr, vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Auch das ein absoluter Rekord.

Zwar bekommt nur ein Teil der Asylbewerber einen Aufenthaltsstatus in Deutschland. Aber auch viele Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wird, bleiben vorerst im Land - zum Beispiel weil ihnen Papiere fehlen. Und angesichts der Lage in vielen Herkunftsstaaten gibt es für viele Menschen nur wenig Aussicht, dass sie bald in ihre Heimat zurück können. "Ein großer Teil der Flüchtlinge wird bleiben und sich hier niederlassen", sagt der OECD-Migrationsexperte Thomas Liebig. In den 90er Jahren gab es schon mal ähnlich hohe Zahlen - zumindest ansatzweise. Der Bosnien-Krieg trieb die Asylbewerberzahlen in die Höhe. Außerdem kamen viele Spätaussiedler ins Land. So hohe Zuwanderungszahlen wie damals - vor allem im Rekordjahr 1992 - erreichte Deutschland erst 2014 wieder. Nun sind diese Zahlen übertroffen. Die zweite - traurige - Parallele zu den 90ern: Mit der Zahl der Flüchtlinge wuchs in Teilen der Gesellschaft der Hass gegen Ausländer. Liebig sieht trotzdem Unterschiede. Die Wirtschaftslage sei heute deutlich besser, ebenso die Strukturen für die Integration. Und: In Teilen der Gesellschaft habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Deutschland Zuwanderer brauche.

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22.03.2016, 08:30 Uhr
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