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Deutsche Bank

Neuer Ärger wegen alter Vergehen

Zahlungen und Geschenke vor zehn Jahren in China und Geldwäsche-Vorgänge belasten das Institut.

16.10.2019

Von Rolf Obertreis

Frankfurt/Main. Die Deutsche Bank hat sich in China von Anfang bis Mitte der 2000er Jahre durch fragwürdige Zahlungen und zum Teil üppige Geschenke an Politiker, Berater und Manager Vorteile verschafft und soll sich so den Einstieg bei der chinesischen Großbank Hua Xia gesichert haben. Das belegen interne Unterlagen, die der Süddeutschen Zeitung, dem WDR und der New York Times zugespielt wurden. Daneben soll die Deutsche Bank 1,1 Mio. Geldwäsche-Vorgänge im Zusammenhang mit der Danske Bank 2014 und 2015 nicht gemeldet haben, hieß es am Dienstag in Finanzkreisen.

Es sind erneut Vorgänge, die Vorstandschef Christian Sewing bei seinen Bemühungen in die Quere kommen, die Bank wieder nach vorne zu bringen. Die Vorfälle seien „angemessen behandelt“ worden, heißt es in einer Stellungnahme des Instituts. Interne Untersuchungen seien veranlasst, Richtlinien und Kontrollen verbessert und Fehlverhalten den Behörden gemeldet worden.

Wegen der Vorgänge in China hat das größte deutsche Geldhaus dem Vernehmen nach unlängst im Rahmen eines Vergleichs 16 Mio. Dollar (14,6 Mio. EUR) an die US-Börsenaufsicht SEC gezahlt.

Gerhard Schick (Grüne) nimmt die deutsche Finanzaufsicht in die Pflicht. Diesemüsse Kriminalität im Finanzsektor endlich ernst nehmen.

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Erstellt:
16. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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