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Stadtbahn

Neue Station Staatsgalerie soll im Herbst fertig sein

Fahrgäste steigen dann direkt am Schlossgarten ein und aus. Bis 2023 keine Verbindung zum Bahnhof.

03.02.2020

Von TILMAN BAUR

Die Station Staatsgalerie musste wegen S 21 verlegt werden. Foto: Ferdinando Iannone

Stuttgart. In einem elegant gewölbten Bogen erstreckt sich die helle Betondecke über die Gleise. Sie bedeckt eine Seite des Bahnsteigs, die andere liegt im Freien. Auf der offenen Seite wachsen Bäume am Hang, Menschen unterhalten sich und warten auf die eintreffenden gelben Züge. Das idyllische Bild der Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie ist Zukunftsmusik und stammt aus der Visualisierung des Architekturbüros von Christoph Ingenhoven, das auch den neuen Tiefbahnhof entworfen hat.

Die Realität an der Baustelle sieht noch etwas rauer aus. Wer vom nahegelegenen Wulle-Steg auf die vielen Maschinen, Zäune, Baufahrzeuge und Bauarbeiter blickt, kommt ins Zweifeln, ob der von den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) verkündete Termin der Inbetriebnahme im September einzuhalten ist. Eine Verzögerung gab es bereits, eigentlich sollten ab 2019 die ersten Züge die Staatsgalerie anfahren. Bislang jedoch sind nur Probefahrten bezeugt. Immerhin ist die markante Betondecke erkennbar.

Im September soll sich also die klaffende Lücke schließen, die die 600 Meter lange Baustelle gerissen hat. Seit Jahren prägt sie das Stadtbild an der Willy-Brandt-Straße beim Planetarium. Vor sechs Jahren hatten die Bauarbeiten begonnen und sorgten zwischenzeitlich für große Verkehrsprobleme: Zwischen Frühjahr 2016 und Ende 2017 war die Stadtbahn-Strecke zwischen Staatsgalerie und Charlottenplatz vollständig gesperrt.

Die alte Haltestelle an der Staatsgalerie musste im Zuge von S 21 seitlich verschoben höher gesetzt werden, damit der Tiefbahnhof genügend Platz hat. Die Kosten für den Neubau trägt deshalb die Bahn, nicht die SSB. Die neue Haltestelle liegt nun oberhalb der Röhren des Tiefbahnhof zum Fildertunnel. Künftig sollen sechs Linien die Staatsgalerie anfahren: die U1, U2, U4, U9, U11 und U14.

Damit nimmt die Station ihre alte Funktion als wichtiger Knotenpunkt wieder auf, der die Innenstadt mit Bad Cannstatt verbindet, gleichzeitig auch einen Abzweig vom und zum Hauptbahnhof ermöglicht. Allerdings geht genau diese wichtige Ost-West-Verbindung, für die die Bahn verantwortlich ist, wohl erst 2023 in Betrieb. Ab September fahren zunächst nur die Stadtbahnen auf der Nord-Süd-Achse. Immerhin scheint dieser Termin sicher: Laut SSB ist man gut in der Zeit, nach den Sommerferien soll es losgehen. Die Verschiebung der neuen Haltestelle in Richtung Norden hat außerdem zur Folge, dass Fahrgäste künftig direkt am Schlossgarten aus- und einsteigen. Tilman Baur

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Erstellt:
3. Februar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Februar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2020, 06:00 Uhr

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