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Kölner Archiv

Neue Software hilft beim Puzzeln

Vor sieben Jahren stürzte das Kölner Stadtarchiv ein. Bei der Wiederherstellung der zerstörtem Dokumente soll eine neue Software helfen.

01.03.2016
  • DPA

Köln. Sieben Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs soll eine neue Computer-Methode helfen, völlig zerfetzte Akten und Bücher wieder zusammenzusetzen. Vorbild ist das Verfahren zur Rettung der Stasi-Unterlagen. "Damit können wir perspektivisch die geborgenen rund zwei bis drei Millionen Archivgut-Fragmente wieder zu ganzen Seiten zusammenfügen", sagte die Leiterin des Historischen Archivs, Bettina Schmidt-Czaia.

Die zerrissenen Seiten werden dafür mit einem speziellen Strahler schonend gereinigt - im Prinzip werden sie mit kleinen Papierkörnchen sauber geblasen. Danach macht ein Scanner hochpräzise Aufnahmen und übermittelt sie an eine Software, die zum Beispiel Farbe, Schriftart und Risskanten analysiert und versucht, die Schnipsel wie ein Puzzle wieder zusammenzusetzen.

Das von Menschen machen zu lassen, wäre aus Sicht von Schmidt-Czaia quasi aussichtslos gewesen. "Ich würde es so sagen: Es ist absolut unzumutbar, wenn sie ein Puzzle mit drei Millionen Teilen zusammenpuzzeln sollen."

Die neue Methode für die Schnipsel wurde maßgeblich von einer Ausgründung des Fraunhofer Instituts entwickelt. Ende 2015 ging der Scanner in Betrieb. Hinweise gaben unter anderem Bundestagsabgeordnete, die die Möglichkeiten der virtuellen Wiederherstellung von Stasiunterlagen kennen. Ganz vergleichbar sind die Fälle aber nicht. In Köln wurden die Seiten nicht geschreddert, sondern stürzten in einen Schlund und wurden dabei auf sehr unterschiedliche Weise zerrissen.

Die "Köln-Flocken" genannten Rissstücke machen nur einen Teil des verschütteten Materials aus, das zum Großteil geborgen werden konnte. Ende 2015 seien schon wieder gut 600 000 sogenannte Bergungseinheiten - mal eine ganze Akte, mal ein einzelnes Blatt - für Interessierte wieder benutzbar gewesen. Das sind 35 Prozent des geborgenen Archivguts

Das Archiv war am 3. März 2009 eingestürzt, zwei Menschen waren ums Leben gekommen. Die Trümmer begruben zudem 30 Regalkilometer an Dokumenten.

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01.03.2016, 08:30 Uhr
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